Flusstälern sind im natürlichen Zustand sehr dynamische Naturräume. Periodische Hochwasser führen zu einem Wechsel von Ablagerung und Erosion von Sedimenten und damit zu Auenböden. Charakteristisch für diese Böden sind Wechsellagen verschiedener Ablagerungsschichten und – aufgrund häufiger Überschwemmungen – das Fehlen eines Oberbodens. Eine typische Bodenabfolge in einem Auengebiet beginnt in dem mehrmals pro Jahr überschwemmten Flussbett mit einem nur ganz schwach entwickelten, geschichteten Auenboden unter einer gehölzfreien Aue. Auf Auenterrassen (Bodentyp Fluvisol, meist mit Oberboden) sind die Standortbedingungen stabil genug, dass sich trotz der Hochwasser, die dort jährlich oder seltener auftreten, ein Pionierwald entwickeln kann. Auf den höher gelegenen Terrassen sind schliesslich fruchtbare Böden des Bodentyps Braunerde zu finden.
Plakat zum Boden des Jahres 2020.
Auenboden ist Boden des Jahres 2020
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