Die abgeschirmte Forschungsanlage des Swiss Human Institute of Forensic Taphonomy (SHIFT) dient der Untersuchung von Zersetzungsprozessen unter realen Umweltbedingungen. Foto: CHUV / Heidi Diaz

Der Standort der Anlage liegt in der Romandie. Der genaue Ort wird aus Sicherheitsgründen geheim gehalten. Foto: CHUV / Heidi Diaz

  • Forschung
  • Friedhof

Pilotprojekt: Schweizer Forscher wollen Verstorbene kompostieren

Das Swiss Human Institute of Forensic Taphonomy (SHIFT) forscht im Rahmen eines Pilotprojektes am Zersetzungsprozess menschlicher Körper, u.a. mit dem Ziel, das natürliche Biokompostieren als ökologische Alternative zu Erd- und Feuerbestattungen zu prüfen.

Mit einem ungewöhnlichen Pilotprojekt will das Swiss Human Institute of Forensic Taphonomy (SHIFT) neue Erkenntnisse gewinnen. In einer gesicherten Freiluftanlage untersuchen Forschende gezielt den Zersetzungsprozess menschlicher Körper. Dabei soll auch wissenschaftlich untersucht werden, ob sich Verstorbene unter kontrollierten Bedingungen vollständig in Kompost umwandeln lassen und welche Voraussetzungen dafür notwendig sind.

Das SHIFT verfolgt dabei drei zentrale Ziele: Zum einen soll das natürliche Biokompostieren als ökologische Alternative zu Erd- und Feuerbestattungen geprüft werden. Zum anderen erhoffen sich die Forschenden Fortschritte im Umgang mit humanitären Katastrophen. Darüber hinaus sollen neue, bislang fehlende Daten für die Rechtsmedizin gewonnen werden.

Der Ablauf der Kompostierung ist bewusst einfach gehalten: Der verstorbene Körper wird in ein Baumwolltuch gehüllt und auf ein Bett aus reifem Kompost gelegt. Anschliessend wird er mit pflanzlichem Häckselgut bedeckt. In dieser Umgebung setzen natürliche Zersetzungsprozesse ein – Mikroorganismen, Wärme und Feuchtigkeit sorgen dafür, dass der menschliche Körper zersetzt wird. Nach rund neun Monaten soll der Körper vollständig zu Kompost umgewandelt sein.

Zunächst wollen die Forschenden belastbare Daten erheben und ausreichend statistisches Material sammeln. Dabei stellt sich die Frage, ob das Verfahren unter kontrollierten Bedingungen zuverlässig funktioniert und ob die entstandene Komposterde später den Angehörigen übergeben werden darf. Auch ist unklar, welchen gesundheitlichen und ethischen Status sie hätten. Diese und weitere Fragen sollen in den kommenden Jahren unter realen Bedingungen geklärt werden.

  • Forschung
  • Biodiversität

Mehr als 30’000 Fundmeldungen, seltene Arten und sogar ein Erstnachweis für die Schweiz: Das Projekt Flora beider Basel zieht für 2025 eine…

Weiterlesen

  • Diverses
  • Forschung
  • Biodiversität

Der Klimawandel und die Trockenheit setzen den Auengebieten in der Schweiz stark zu, sodass die bisherigen Schutzgebiete künftig nicht mehr effektiv…

Weiterlesen

  • Branche
  • Forschung

Eine neue Langzeitstudie kommt zum Schluss, dass Waldböden mehr Methan der Atmosphäre entziehen können, als bisher angenommen. Trockene…

Weiterlesen

  • Branche
  • Forschung
  • Biodiversität

Die Akademie für Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) hat die aktuellsten Ergebnisse aus der Biodiversitätsforschung in der neuen Publikation…

Weiterlesen

  • Forschung

Gebietsfremde Pflanzenarten können in Europa eine mit einheimischen Arten vergleichbare Vielfalt an Mikro-Pflanzenfressern erreichen. Entscheidend…

Weiterlesen

  • Forschung
  • Obstbäume

Bei der Crop Wild Relatives «CWR» Tagung im Bildungszentrum Wald in Lyss machte Simone Bühlmann-Schütz von Agroscope deutlich, wie wichtig die Gene…

Weiterlesen

  • Stadtgrün
  • Forschung
  • Umwelt
  • Biodiversität

Die neuen Visualisierungen «Zukunftsbilder Klima Kanton Luzern» zeigen mögliche Lösungen für Klimaschutz und -anpassung. Sie basieren auf…

Weiterlesen

  • Stadtgrün
  • Forschung

Forschende der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL haben herausgefunden, dass Platanen auch bei trockener Hitze über…

Weiterlesen

  • Diverses
  • Forschung
  • Umwelt

Laut einer Studie des Forschungsinstituts für biologischen Landbau FiBL und der Universität Darmstadt häuft sich wegen Reifenabrieb im Boden,…

Weiterlesen

  • Diverses
  • Forschung
  • Biodiversität

Eine neue Studie zeigt, dass eine die zufällige Anordnung von Baumarten die Funktion und Produktivität von Waldökosystemen optimieren kann.

Weiterlesen

  • Forschung
  • Umwelt
  • Ausstellungen

Mit der neuen Ausstellung «Pflanzen sprechen mit!» ist nun auch die Botanik im Naturhistorische Museum der Universität Zürich vertreten. Die…

Weiterlesen

  • Pflanzenverwendung
  • Forschung
  • Biodiversität

Gelbrost, eine der meistverbreiteten Pilzerkrankungen, ist eine Bedrohung für den weltweiten Weizenanbau. Forschende der Universität Zürich haben in…

Weiterlesen

  • Diverses
  • Forschung
  • Biodiversität

Im Rahmen des langjährigen DOK-Feldversuchs im Baselland erforschen und vergleichen Forscherinnen und Forscher die konventionelle Landwirtschaft mit…

Weiterlesen

  • Forschung
  • Biodiversität

In einem schweizweit einzigartigen Projekt sind erstmals erfolgreich gezüchtete Nashornkäfer in Bern ausgewildert worden. Die Aktion ist Teil einer…

Weiterlesen

  • Forschung
  • Umwelt
  • Biodiversität

Eine der grössten je durchgeführten Untersuchungen zeigt, dass menschliche Aktivitäten sich weltweit in hohem Ausmass auf die Biodiversität auswirken.…

Weiterlesen

  • Stadtgrün
  • Forschung

Grünflächen bieten den Menschen in lärmbelasteten Städten Erholung. Das ist vielfach belegt. Eine umfassende Studie der Eidgenössischen…

Weiterlesen

  • Produktion
  • Forschung

Pünktlich zum Muttertag: Eine Studie aus dem Jahr 2024 zeigte, dass Fairtrade-Rosen aus Kenia mindestens 66 % weniger CO₂ verursachen als…

Weiterlesen

  • Forschung
  • Pflanzenschutz

Die Agrarforschung bringt menschlichen Urin in den Fokus als natürliches Pestizid. Während sein Nutzen als Dünger längst bekannt ist, zeigen neue…

Weiterlesen

  • Forschung
  • Umwelt

Eine neue Studie zeigt, dass helle Neststandorte die Schlupfraten von Kohlmeisen verringern. Die Resultate lassen aufhorchen, denn die Kohlmeise gilt…

Weiterlesen

  • Forschung
  • Umwelt
  • Biodiversität

Eine neue Metastudie belegt: Biolandbau bringt deutliche ökologische Vorteile – vor allem beim Wasser-, Boden- und Biodiversitätsschutz. Beim…

Weiterlesen

Aktuelle Ausgabe

dergartenbau 5-2026

 

Vorschau Giardina 2026: Vielversprechende Jubiläumsausgabe

Wildflower Garden Hamburg: Tom Stuart-Smiths «wilder Garten»

Felsen, Hügel und Senken: Gärten in attraktive Lebensräume verwandeln

Höhenunterschiede überwinden: Treppe und Böschung

 

Zur Ausgabe E-Magazine

Agenda

Messe Zürich

Die Giardina zählt zu Europas führenden Indoorveranstaltungen für das Leben im Garten. Die bedeutendsten Anbietenden der Branche präsentieren jeweils zum Frühlingsbeginn ihre neuen Produkte, kreative Lösungen und die kommenden Trends in der Gartengestaltung, dieses Jahr unter dem Motto «Der Baum – Die Seele des Gartens». Weitere Infos und Tickets

11.03.2026  –  15.03.2026

Vom 9. bis 12. Juni 2026 präsentieren 56 teilnehmende Unternehmen in drei Regionen in den Niederlanden und Deutschland ihre Innovationen und zukünftige Entwicklungen in den Segmenten Beetpflanzen und Topfpflanzen. Mehrere Tausend Besucher aus über 90 Ländern besuchen die FlowerTrials jeweils und machen den Anlass zu einem globalen Erfolg . Weitere Infos.

09.06.2026  –  12.06.2026
Bernexpo

Die Suisse Public ist die schweizerische Leitmesse des öffentlichen Sektors und damit der wichtigste Treffpunkt. Alle wichtigen Anbieter präsentieren sich und wecken mit relevanten Produkten und Services das Interesse zahlreicher Entscheidungsträger. Der Ausstellungsbereich Arbeitssicherheit und -schutz wird für die Austragung 2026 gezielt weiter ausgebaut und neu platziert. Weitere Infos und Tickets.

16.06.2026  –  19.06.2026

Newsletter Registration

Frau  Herr 

Submissionen

weitere Submissionen