Das Projekt Flora beider Basel blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Dank rund 120 engagierten Freiwilligen konnten in den Kantonen Basel-Stadt und Baselland über 30’000 Fundmeldungen zur regionalen Pflanzenwelt erfasst werden, darunter knapp 2’000 zu bedrohten Arten. Die zahlreichen Kartierungen liefern wertvolle Daten für Forschung und Naturschutz.
Neben den grossen Zahlen sorgten auch einzelne Entdeckungen für Aufmerksamkeit. So gelang der Nachweis des Wasser-Ehrenpreises (Veronica catenata), der im Schweizer Teil der Region Basel seit Jahrzehnten nicht mehr bestätigt worden war. Ebenfalls bemerkenswert ist der Fund der Habichtskraut-Art Pilosella acutifolia, die in der Schweiz bisher kaum beachtet wurde.
Auch für den Naturschutz haben einzelne Meldungen direkte Folgen. Nach dem Fund eines neuen Standorts der Weinberg-Tulpe wurden gemeinsam mit der Gemeinde Schutzmassnahmen eingeleitet. Darüber hinaus gelang sogar der erste Schweizer Nachweis des Kurzstreifen-Zergahlenläufers (Tachyura diabrachys).
Das Projekt zeigt, wie wichtig freiwilliges Engagement für die Erforschung und den Schutz der regionalen Biodiversität ist. Interessierte können sich an Exkursionen und Kartierungen beteiligen. Weitere Informationen unter florabeiderbasel