Eine Langzeitstudie der Universität Göttingen und der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) legt nahe, dass Waldböden in wärmeren und niederschlagsärmeren Regionen mehr Methan aus der Luft filtern, als feuchtere Böden. Laut der Studie, die über 24 Jahre im Südwesten Deutschlands durchgeführt wurde, nehmen Waldböden pro Jahr durchschnittlich 3 % mehr Methan auf. Dies widerspricht den aktuellen Erkenntnissen aus internationalen Meta-Studien, die zum Schluss kommen, dass die Aufnahme von Methan in Waldböden abnimmt. Die Forschenden führen die Resultate auf das Klima zurück: Sinkende Niederschläge sorgen demnach für trockenere Böden, in die Methan leichter eindringt als in feuchte. Zudem bauen Mikroorganismen bei steigenden Temperaturen Methan schneller ab. So fasst naturschutz.ch die Studie zusammen.
«Unsere Langzeitdaten zeigen, dass sich klimatische Veränderungen nicht zwangsläufig negativ auf die Methanaufnahme von Waldböden auswirken. Während die bis dahin grösste Studie aus den USA einen Rückgang der Methanaufnahme um bis zu 80 % aufgrund zunehmender Niederschläge fand, ergab unsere deutlich umfangreichere Feldstudie für Südwestdeutschland das Gegenteil», lässt sich Prof. Dr. Martin Maier vom Department für Nutzpflanzenwissenschaften der Universität Göttingen zitieren. Die nun veröffentlichte Langzeitstudie verdeutliche nach Einschätzung der Forschenden die Bedeutung regional differenzierter Betrachtungen, so naturschutz.ch.