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Grünstadt Schweiz –Label für nachhaltiges Stadtgrün

Nach dem Vorbild von «Energiestadt Schweiz» wird unter Federführung der Vereinigung Schweizerischer Stadtgärtnereien und Gartenbauämter (VSSG) ein Label für nachhaltiges Stadtgrün ­geschaffen. «Grünstadt Schweiz» wurde an der 50. Jahreskonferenz der VSSG vergangene Woche in Cham vorgestellt. Das mehrstufige Zertifizierungssystem wird in einem Forschungsprojekt erarbeitet, an dem sich acht Partner beteiligen. Die Leitung hat die ZHAW-Forschungsgruppe Freiraummanagement inne. Die ersten Städte sollen ab 2016 zertifiziert werden.

Im Zuge der Urbanisierung sind die ökologischen und gesellschaftlichen Ansprüche an städtische Grünräume gestiegen. Vor diesem Hintergrund wird das Label für nachhaltige Gestaltung und Pflege des Grüns entwickelt. Mit dem Label «Grünstadt Schweiz» sollen Städte und Gemeinden ausgezeichnet werden, die ihr Stadtgrün gemäss definierten Kriterien nachhaltig planen, bauen und bewirtschaften. Das Projekt unter Leitung von Christian Wieland, Leiter Stadtgärtnerei Winterthur, wird durch die Kommission für Technologie und Innovation des Bundes (KTI) unterstützt. Nachdem die Subventionen im Februar 2013 gesprochen wurden, fiel der Startschuss, Versuche im Bereich Produktion und Unterhalt wurden gestartet und Workshops mit den Partnerstädten durchgeführt.

Forum für den Input der Städte

Seit diesem Sommer besteht eine Web­site in Deutsch und Französisch. Nun wird ein Monat lang ein Forum eröffnet. Wie Wieland betonte, ist der Input der Städte wichtig. An der Jahreskonferenz wurde ein Fragebogen abgegeben und in persönlichen Gesprächen wurden Stimmen zum Projekt eingeholt. Die Ergebnisse der Befragung werden ab Montag, 26. August 2013, auf der Website aufgeschaltet.

Nach dem Vorbild des Labels Energiestadt Schweiz wurden zunächst drei Wirkungsfelder bzw. Aufgabenbereiche definiert: Produktion, Grünflächenunterhalt sowie Querschnittsthemen, worunter Beschaffungswesen und Logistik, Planung sowie Kommunikation fallen. Für die Zertifizierungen müssen die Gemeinden und Städte aus der breiten Palette an Massnahmen eine bestimmte Anzahl umsetzen. Wieland zeigte aus dem Bereich Querschnittsthemen mögliche Inhalte auf. Hierzu zählen ein Konzept für die strategische Entwicklung der Grünräume, allgemein eine ausreichende Grünflächenversorgung, die Verwendung regionaler und umweltverträglicher Materialien sowie die Anzahl Stellen pro Hektar Grünflächen. Zentral sei die Planungs- und Bauphase, wobei die Basis für die nachhaltige Bewirtschaftung der Grünflächen gelegt werde, so der Projektleiter.

Produktverantwortliche definiert

Für den Aufgabenbereich Produktion werden in einem Forschungsprojekt unter Federführung der FiBL in Zusammenarbeit mit den Partnerstädten die Grundlagen für die Richtlinien zur Zertifizierung im Bereich Produktionsmethoden, Pflanzensortimente, Nährstoffversorgung und Pflanzengesundheit erarbeitet. Dabei sind die drei Partnerstädte für unterschiedliche «Produkte» verantwortlich: Der Bereich Wechselflor in Rabatten wird von der Stadtgärtnerei Basel betreut, Wechselflor bei Grabbepflanzungen von der Stadtgärtnerei Winterthur, Gehölze und Stauden von den Stadtgärtnereien Basel und Luzern. Verantwortlich für die Forschung im Aufgabenbereich Grünflächenunterhalt ist die ZHAW-Forschungsgruppe Freiraummanagement. Auch hier­bei wurden Bereiche für die Partnerstädte definiert: Für Gebrauchsrasen und invasive Neophyten ist die Stadtgärtnerei Basel zuständig, Luzern für Sportrasen und Solitärbäume, Winterthur für Wechselflor, Intensivstauden und Chaussierungen.

Gold, Silber, Bronze

Drei Zertifizierungsstufen – Gold, Silber, Bronze – werden unterschieden, darüber hinaus ist auch die Biozertifizierung (Biosuisse) möglich. Interessierte Städte können zudem Mitglied werden. Die Verantwortung für die Zertifizierung liegt beim Vorstand der VSSG, operativ unterstützt wird der Projektleiter durch die Nateco AG. Sie übernimmt auch die Beratung bei der Umsetzung der Massnahmen der ersten 20 zu zertifizierenden Städte.

Die Kosten für die Projektentwicklung belaufen sich auf 650 000 Franken, wo­-von 250 000 Franken von der KTI über­-nommen werden und 100 000 Franken durch die Projektpartner. Die restlichen 300 000 Franken sind durch Eigenleistungen der VSSG, der Partnerstädte, von Bioterra und der Nateco AG gedeckt.

Projektpartner

  • ZHAW-Forschungsgruppe Freiraummanagement
  • Vereinigung Schweizerischer Stadtgärtnereien und Gartenbauämter VSSG
  • Forschungsinstitut für Biologischen Landbau (FiBL)
  • Bioterra
  • Stadtgärtnereien Basel, Luzern und Winterthur
  • Projektleiter: Christian Wieland, Leiter Stadtgärtnerei Winterthur

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