Laut der Studie von Fabian Rey et al. der Universität Basel schuf die frühe Landwirtschaft mit Feldern, Weiden, Hecken und Hochstammobst ein vielfältiges Mosaik an Lebensräumen. In Zeiten, in denen Landwirtschaft infolge von Ereignissen wie dem Untergang des Römischen Reiches oder Pestepidemien zurückging, nahm auch die Pflanzenvielfalt ab.
Seit rund 80 Jahren zeigt sich jedoch ein gegenteiliger Trend: Die Intensivierung der Landwirtschaft mit grossen, einheitlichen Flächen sowie der verstärkte Einsatz von Dünger und Pestiziden liessen die Artenvielfalt deutlich zurückgehen. Die Forschenden sehen dennoch Potenzial für eine Trendwende, wenn wieder vielfältigere Bewirtschaftungsformen gefördert werden.