Um feiern zu können, mussten

Um feiern zu können, mussten sich die neuen Gärtnermeister über mehrere, anspruchsvolle Etappen – u.a. Berufsprüfung und HFP-Teilprüfung «Bauführer» – qualifizieren.

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Feierliche Diplomfeier Gärtnermeister 2015 in Solothurn

Am Samstag, 5. Dezember 2015, konnten die Absolventen der Höheren Fachprüfung (HFP) 2015 ihr Diplom entgegennehmen. Erstmals seit der Einführung des modularen Systems auf der HFP-Stufe (2008) wurden auch vier Kandidaten aus dem Kanton Tessin diplomiert.

 

31 Diplome konnte Martin Luginbühl, Präsident der Qualitätssicherungskommission (QSK) JardinSuisse, anlässlich der 5. Höheren Fachprüfung der Gärtner auf modularer Basis oder anders gesagt, der 66. Gärtnermeisterprüfung, den erfolgreichen Kandidaten überreichen. 33 Kandidierende hatten sich laut Luginbühl zur Hauptprüfung angemeldet. Davon bereiteten sich 28 am Oeschberg und in Brugg darauf vor.

Kollegen aus dem Kanton Tessin

Die fünf Tessiner Kandidaten besuchten zur Vorbereitung am Schweizerischen Institut für Unternehmerschulung (SIU) in Lugano den Kurs zum Fachmann KMU. «Dank Francesca Kamber, Verantwort-liche für die Weiterbildung JardinSuisse Ticino, konnte für die Kandidierenden wie auch für JardinSuisse Ticino eine ausgezeichnete Lösung gefunden werden», erklärte Luginbühl. «Heute dürfen wir erstmals seit Einführung des modularen Systems auf der Stufe Höhere Fachprüfungen im Jahre 2008 Gärtnermeister
aus dem Kanton Tessin diplomieren».

Alle neuen Tessiner Gärtnermeister waren mit ihren Gästen an der Diplomfeier im Roten Turm in Solothurn anwesend. Marco Rossi Bertoni betonte in seiner kurzen Ansprache, dass die ausgezeichnete Kollegialität, die gegenseitige Motivation und das gemeinsame Lernen nach dem neuen modularen System sehr wichtig waren auf dem langen Weg zum Diplom. Er bedankte sich zudem bei allen, die dazu beigetragen haben, dass die Kurse und die Prüfung im Kanton Tessin durchgeführt werden konnten – mussten doch zum Teil Unterlagen noch übersetzt werden –, und gab der Hoffnung Ausdruck, dass dies auch in Zukunft möglich sein wird.

«Krönende» Prüfung und Resultate

Die HFP-Hauptprüfung umfasst die Teile «Angewandte Aufgaben» und die «Diplomarbeit» mit Präsentation und Fachgespräch. Das heutige Gärtnermeisterdiplom dokumentiere eine inhaltlich umfassende und zeitlich ausgedehnte Ausbildung, bei der berufspraktische und schulische Kompetenzen eng miteinander verbunden seien, erklärte Luginbühl. Der siebenstündige Teil «Angewandte Aufgaben» wurde Mitte August 2015 an der Gartenbauschule Oeschberg und in Gordola durchgeführt. Für die Diplomarbeit entschieden sich dieses Jahr zwei Absolventen für eine Gartenplanung, während die anderen Kandidierenden sich mit dem Erstellen eines Businessplanes und eines Marketingkonzeptes auseinandersetzten. 31 von 33 Kandidaten schlossen die Hauptprüfung erfolgreich ab. Somit liegt das Ergebnis der fünften «Gärtnermeisterprüfung» auf modularer Basis mit 93,9% leicht unter dem Durchschnitt seit 2008 (94,1%). Die beste Gesamtnote (5,3) erzielte Andreas Steiner aus Gunzwil.

Von «Pfuschern und Stümpern»

«Wussten Sie, dass früher, also zur Zeit der Zünfte, nicht jeder Meister werden durfte? Dass dazu entweder die Heirat mit einer Tochter oder Witwe eines Meisters nötig war? Da sind wir doch alle froh, dass heute die Partnerwahl keinen Einfluss mehr auf die beruflichen Möglichkeiten hat.» Barbara Jenni, Vizepräsidentin Zentralvorstand JardinSuisse und Präsidentin des Berufsbildungsrates, verglich den Weg zum Gärtnermeister von damals mit heute und überbrachte die Glückwünsche des Zentralvorstandes. Die mehrjährige Tätigkeit als «Geselle» sei zwar auch heute noch Voraussetzung, um zur Prüfung zugelassen zu werden, ohne aber sich auf Wanderschaft begeben zu müssen. Das «Meisterstück» besteht heute aus Hauptprüfung und Diplomarbeit. Musste damals für jeden Fehler eine Busse bezahlt werden, wird heute den erfolgreichen «Gesellen» dank des Berufsbildungsfonds Gärtner und Floristen die Prüfungsgebühr zurückerstattet.

Mit dem Diplom in der Tasche, gelte es nun, die neuen Herausforderungen mit Kreativität, Mut und Know-how zu «meistern». «Sie haben nun eine Vorbildfunktion, repräsentieren den Gärtnerstand gegenüber den Kundinnen und Kunden und garantieren Verlässlichkeit und Qualität. Wo die Qualität fehlt, da bleiben heute die Aufträge weg», betonte Jenni. Sie forderte die neuen Gärtnermeister auf, konsequent für Qualität und Fairness einzustehen. Damals sei Pfuschern und Stümpern «das Handwerk gelegt» worden. Man habe ihnen das Werkzeug weggenommen und die Arbeit sei beschlagnahmt bzw. der Betrieb geschlossen worden.

Erfolgreiche Absolventen der Höheren Fachprüfung 2015


Urs Bachmann, Schwarzenegg BE
Roger Bärtschi, Bern BE
Christoph Baumann, Seftigen BE
Patric Berger, Sundlauenen BE
Raphael Bräker, Bern BE
Adrian Hänni, Gossau ZH
Kevin Huggett, Oppligen BE
Manuel Jauslin, Gränichen AG
Gabriel Johner, Carabbia TI
Roger Kaspar, Niederrohrdorf AG
Marco Koch, Staufen AG
Simon Kottmann, Laufen BL
Stefan Kürner, Hüntwangen ZH
Patrick Lenz, Neuheim ZG
Stefan Müller, Ittigen BE
David Mutti, Coldrerio TI
Tobias Neubauer, Erlen TG
Marco Rossi Bertoni, Canobbio TI
Daniel Roth, Meienberg AG
Tobias Schenk, Wängi
Christian Schnell, Arni AG
Tobias Schneuwly, Cordast FR
Andreas Steiner, Gunzwil LU
Jonas Stucki, Remigen AG
Tobias Sturzenegger, Weggis LU
Philipp Stutz, Ebikon LU
Beat Tschannen, Murzelen BE
Stefan Tschanz, Hasle BE
Emanuele Vassalli, Dino TI
Raoul Wiedmer, Allschwil BL
Jonas Zehnder, Heimberg BE

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