Besucherinnen und Besucher können sich im Mähen mit der Sense versuchen oder lernen, wie man ein Sensenblatt dängelt (kalt schmiedet) und wetzt. Sie können Worbe (Sensengriffe) aus den verschiedenen Regionen der Schweiz ausprobieren und sich über das Wildheuen informieren (Auskünfte: Telefon 033 828 73 76, E-Mail info@alpengarten.ch).
Im Alpengarten gehört das Wildheuen zur Gartenpflege: Denn der Garten zeigt seine derzeit 700 Arten aus den Schweizer Bergen möglichst in ihren natürlichen Pflanzengesellschaften. Daher wachsen auch die meisten Gräser im Garten so, wie sie auf Alpweiden oder an Wildheuhängen vorkommen. Wird die Nutzung solch enorm artenreicher Flächen aufgegeben, düngen sie sich durch den jährlichen Zuwachs an Biomasse selber, und wenn sie nicht über der Baumgrenze liegen, verbuschen sie. Beide Entwicklungen führen zu einem Verlust insbesondere spezialisierter und seltener Pflanzenarten. Das Wildheuen gehört deshalb nicht nur zum Kulturgut der Alpenländer, sondern trägt auch zur Erhaltung der Biodiversität bei.