Dach-, Fassaden- und Innenraumbegrünungen zählen zu wirksamsten Massnahmen, um Städte an den Klimawandel anzupassen. Dieses Potenzial müsse in der Planung in den Kommunen und in der Politik deutlich stärker berücksichtigt werden, lautete der Tenor des Kongresses. Vertreter aus Politik und Branche forderten mehr Tempo bei der Umsetzung.
Das Fachprogramm umfasste 90 Vorträge von Referierenden aus 24 Ländern. Etwa die Keynote des französische Botaniker Patrick Blanc, der zeigte, wie wichtig die standortgerechte Pflanzenauswahl für Gebäudebegrünungen ist. Der renommierte Architekt Werner Sobek plädierte hingegen für einen verantwortungsvolleren Umgang mit der gebauten Umwelt und bezeichnete Gebäudebegrünungen als wichtigen Baustein einer klimaangepassten Stadtentwicklung.
Zu den Höhepunkten des Kongresses gehörte die Live-Wahl des BuGG-Wettbewerbs «Gebäudegrün des Jahres 2026». Aus 50 eingereichten Projekten kürten die Kongressteilnehmenden per Smartphone die Sieger in vier Kategorien. Die Auszeichnung für die Fassadenbegrünung des Jahres erhielt die Carl Stahl ARC GmbH für den Garden-Tower in Wabern BE. Das über 16-stöckige Hochhaus am Fusse des Gurtens ist mit einem filigranen Edelstahlnetzwerk umspannt, das zur Absturzsicherung dient, an dessen Rauten künftig aber auch Kletterpflanzen emporwachsen und Schatten spenden werden. Für sein Projekt «mitteNgrün» in Hannover wurde das Unternehmen in der Kategorie «Sonderbegrünung des Jahres» gleich ein zweites Mal ausgezeichnet. Weitere Gewinner waren: Heidel Dachbegrünung GmbH und Blaurock Landschaftsarchitektur in der Kategorie «BuGG-Gründach des Jahres 2026» mit dem Projekt «Kita Chladeniusstrasse in Grossenhain.» Ausserdem: Weitmann Raumbegrünung, Element Green GmbH sowie Aplantis in der Kategorie «BuGG-Innenraumbegrünung des Jahres 2026» für das Projekt x-tention Campus in Wels (Österreich).