Die 31. Mitgliederversammlung der Schweizerischen Fachvereinigung Gebäudebegrünung (SFG) stand ganz im Zeichen des Jubiläumsjahres 2026. Präsident Renato Burgermeister begrüsste auf dem Bächlihof in Jona rund 50 Personen – so viele wie noch nie in der Geschichte des Verbands. In verschiedenen Rückblicken wurde die Entwicklung der SFG gewürdigt: Fritz Giger brachte die Vereinigung einst ins Leben, Alfred Forster prägte den Namen, und Gründungspräsident Stefan Odermatt legte wichtige Grundlagen für das heutige Netzwerk. Besonders gewürdigt wurden zudem die 25 Jahre von Geschäftsführer Erich Steiner. Er, Renato Burgermeister sowie die Vorstandsmitglieder Christoph Harlacher, Stefan Hinter und Heinz Sigrist wurden einstimmig in ihren Funktionen bestätigt.
Inhaltlich rückte die SFG die Qualität von Gebäude- und Dachbegrünungen ins Zentrum. Funktionierende Begrünungen bräuchten spezifische Anforderungen und ein gemeinsames Qualitätsverständnis, betonte Steiner. Intensiv beschäftigt die Branche derzeit die Überarbeitung der Norm SIA 312 zur Dachbegrünung, insbesondere im Zusammenhang mit Solargründächern und dem Umgang mit Wasser auf Gründächern. Auch eine neue Norm SIA zur Fassadenbegrünung ist in Planung. Zudem informierte die SFG über neue Arbeitsgruppen, den Ausbau der Zusammenarbeit mit der ZHAW für ein Kompetenzzentrum für Kletterpflanzen sowie über zehn Neueintritte im vergangenen Jahr. Als neue Fachpersonen Gebäudebegrünung geehrt wurden Marcel Gassmann (Zweifel Gartenbau, Tuggen SZ), Mario Singenberger (Singenberger AG, Adliswil ZH und Christoph Geiser (Grün Stadt Zürich).
30 Jahre SFG: Jubiläumsfeier in Thun
Der grosse Termin für 2026 ist der 29. Oktober, und zwar die Jubiläumsfeier 30 Jahre SFG unter dem Motto «Gemeinsam auf dem Weg zur blau-grünen Stadt», die im Hotel Seepark Thun stattfinden wird. Dafür hat der Verband bereits einige fachkundige Referenten und ein spannendes Programm zusammengestellt. Die Kernfrage dabei: Wie gestalten wir Städte so, dass sie auch in einem wärmer werdenden Klima lebenswert, klimaresilient und biodivers bleiben? Zum Programm und den Referenten.