Wildbienen zählen zu den effizientesten Bestäubern in natürlichen und urbanen Ökosystemen. Anders als Honigbienen leben die meisten Arten solitär, rund drei Viertel nisten im Boden, andere nutzen Hohlräume in Holz oder künstliche Nisthilfen. Gerade in verdichteten Siedlungsräumen fehlen jedoch zunehmend geeignete Strukturen. Versiegelte Flächen, intensiv gepflegte Grünräume und aufgeräumte Gärten reduzieren sowohl Nistmöglichkeiten als auch Nahrungsangebote.
Hier setzt die Kombination aus Nisthilfe und Bienen-App an. Nutzerinnen und Nutzer fotografieren ihr BeeHome, worauf eine integrierte Bilderkennung Hinweise zu Wildbienenarten sowie zur Belegung im Saisonverlauf liefert. Die Beobachtungen werden dokumentiert und durch saisonale Empfehlungen ergänzt, die helfen, den Standort gezielt weiterzuentwickeln.
Ein zentrales Element ist die digitale Karte innerhalb der App: Bienenfreundliche Standorte werden anonymisiert sichtbar und bilden gemeinsam ein wachsendes Netzwerk. So entsteht aus einzelnen Balkonen, Gärten und Innenhöfen ein sogenannter Wildbienen-Korridor. Diese Vernetzung ist ökologisch relevant, da viele Wildbienenarten nur über einen begrenzten Flugradius verfügen und auf ein dichtes Angebot an Nahrung und Nistplätzen angewiesen sind.