Bereits 2022 eröffnete das Schulmuseum zum 20-jährigen Jubiläum seinen neu gestalteten Aussenraum, der während der Pandemie als Transformationsprojekt entstand, so eine Mitteilung von Jardin Suisse Thurgau und dem Schulmuseum. Nun folgte die zweite und letzte Etappe: Im ehemaligen Gemüsegarten des Schulhauses von 1846 entstand ein Lerngarten mit Ruderalflächen, Wasserbereich und Kleinstrukturen. Auch ein Aprikosen-Spalierbaum schmückt wieder die Südostseite des historischen Schulhauses.
An der Einweihung dankte Museumsleiterin Sabina Braun allen Beteiligten, insbesondere der Biodiversitätsfachgruppe von JardinSuisse Thurgau und dem Amt für Raumentwicklung des Kantons. «Wir freuen uns über das neue Angebot im Aussenraum, das wir optimal in unsere Vermittlungsarbeit mit Gruppen und Schulen integrieren können. Auch die Stampflehmmauer und unsere Workshops zum nachhaltigen Stampflehmbau ergänzen den Lerngarten ideal.» Das Projekt zeige, wie Kooperationen neue Möglichkeiten für Kulturinstitutionen schaffen.
Anschauungsunterricht
Für JardinSuisse Thurgau dient der Aussenraum als Ausbildungs- und Anschauungsort. «Wir können hier Pflanzenkunde und Biodiversität praxisnah vermitteln und gleichzeitig die Seminarräume des Schulmuseums nutzen», sagte Vizepräsident Björn Rutishauser. Der Lerngarten ist inzwischen fester Bestandteil der kostenlosen Informationskurse zur Biodiversität im Siedlungsraum.
Matthias Künzler vom Amt für Raumentwicklung bezeichnete den Lerngarten als vorbildliches Projekt, das Besuchende zum Nachahmen anregen soll. Der Kanton beteiligte sich an den Investitions- und Unterhaltskosten. Stadträtin und Kantonsrätin Sandra Reinhart würdigte die Umgestaltung als wichtigen Beitrag zur Biodiversität: Naturnah gestaltete Flächen bieten Nahrung, Nistplätze und wertvolle Vernetzungselemente für Tiere und Pflanzen.