Aus einem Landwirtschaftsbetrieb mit sieben Hektaren entwickelte sich über drei Generationen ein Baumschulbetrieb mit rund 65 Hektaren Kulturfläche und 33 Mitarbeitenden inklusive Lernenden. Vor rund zwei Jahren übernahm das Familienunternehmen zudem den Standort Neuendorf.
Rund 80 Prozent der angebotenen Pflanzen stammen aus eigener Produktion. Zum Sortiment gehören unter anderem Heckenpflanzen, Alleebäume, Nadel- und Laubgehölze sowie Stauden. Zu den Abnehmern zählen Gartenbauunternehmen, öffentliche Auftraggeber und weitere Baumschulen.
Die technische Entwicklung begleitet den Betrieb seit seinen Anfängen. Bereits Firmengründer Hans Ingold entwickelte gemeinsam mit einem Dorfschmied Spezialmaschinen, um körperlich belastende Arbeiten zu erleichtern. Heute kommen unter anderem GPS- und RTK-Technologien sowie automatisierte Prozesse beim Pflanzen, bei der Pflege und beim Eintopfen zum Einsatz. Viele Arbeiten erfolgen aber weiterhin von Hand und erfordern Pflanzenkenntnis und Erfahrung.
Mit dem Klimawandel rücken zudem Baumarten und Sorten in den Fokus, die auch unter veränderten Bedingungen bestehen können. Am Standort Neuendorf befindet sich nach Angaben des Unternehmens der grösste Alleebaum-Produktionsbetrieb der Schweiz. Zu den Abnehmern gehören Städte und Gemeinden, darunter auch die Stadt Zürich.
Für die Bewässerung verfügt die Baumschule über drei unabhängige Systeme. Dazu gehören ein reaktiviertes Pumpwerk, ein eigener Grundwasserbrunnen sowie ein Speichersee mit einem Fassungsvermögen von rund 12'000 Kubikmetern. Dort werden Oberflächen- und Rücklaufwasser gesammelt und für die Bewässerung wiederverwendet.
Anlässlich des 75-Jahr-Jubiläums öffnet die Ingold Baumschulen AG am 11. und 12. September 2026 im Rahmen der Veranstaltung «Treffpunkt Werk» ihre Türen für die Bevölkerung. Vorgesehen sind Einblicke in die Produktion sowie eine Baumschulsafari.
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