Das Kloster Altdorf wurde 1581 als erste Niederlassung des Kapuzinerordens nördlich des Gotthards erbaut. Nach dem Dorfbrand von 1799 wurde es wieder aufgebaut und später mehrfach erneuert. Seit 1888 gehört die Anlage der Korporation Uri.
Nach dem Auszug der letzten Kapuziner 2009 blieb der klösterliche Charakter des Ortes erhalten. Seit 2020 führt , so eine Medienmitteilung der Schweizer Heimatschutzes, der Verein kulturkloster altdorf das ehemalige Kloster als Kultur- und Seminarhaus mit Kulturveranstaltungen, Seminaren, Kloster-Café und öffentlich zugänglichem Garten.
Der terrassierte Klostergarten wird vom Verein als Nutz- und Verweilgarten gepflegt und behutsam weiterentwickelt. Im Mittelpunkt stehen Biodiversität, Klimaanpassung und nachhaltige Nutzung. Ein Gärtner koordiniert laut der Mitteilung die Arbeiten mit Unterstützung zahlreicher Freiwilliger. Historische Spuren früherer Gärtner bleiben bewusst erhalten. Der Nutzgarten versorgt den Verein kulturkloster altdorf mit Gemüse, Blumen und Produkten für den Verkauf.
Der Verein kulturkloster altdorf zeigt, wie ein historischer Klostergarten nachhaltig erhalten und weiterentwickelt werden kann. Mit der regelmässigen Öffnung für die Bevölkerung stärkt er zudem das Bewusstsein für lebendige Gartenkultur. Für dieses vorbildliche Engagement erhält der Verein den Schulthess Gartenpreis 2026.
Die Preisverleihung findet am 29. August 2026 nachmittags im kulturkloster altdorf statt.