Zur Preisverleihung am 11. Juni 2026 im Théâtre Équilibre in Freiburg versammelten sich, so eine Mitteilung des prix SIA, rund 250 Gäste. Die Fachjury beurteilte die 183 eingereichten Projekte anhand der acht Kriterien des Davos Qualitätssystems für Baukultur. Kurz vor der Preisverleihung fiel die Entscheidung: Der Prix SIA 2026 der Fachjury geht an das Projekt Forêt urbaine du quartier de l'Étang in Vernier (GE), entwickelt vom Team um apaar_ atelier paysage et architecture, CERA, Géomètres associés Ney & Nurni, Aebischer & Bovigny und SCRASA (VIDEO).
Jurypräsident Tivadar Puskas würdigt das Siegerprojekt mit den Worten: «Mit dem Projekt haben die Verfassenden eine grüne Insel für die Bewohnenden des Quartiers geschaffen. Ein solches Projekt gelingt nur durch Interdisziplinarität – es braucht die Zusammenarbeit von Architekturschaffenden, Städteplanern, Wasserbauingenieurinnen und Landschaftsarchitekten.»
Wie auf der Webseite von apaar zu lesen ist, bietet der Park mitten im urbanen Raum einen wertvollen Erholungs- und Lebensraum für Mensch und Natur. Im Zuge der Entwicklung des neuen Quartiers de l'Étang in Vernier wurden die Wegeführung optimiert, der Weiher neu gestaltet und die Nutzung des Parks an die gestiegene Besuchendenzahl angepasst. Gleichzeitig blieb sein Charakter als Ort der Erholung und des Verweilens erhalten.
Das zahlreich anwesende, junge Projektteam zeigte sich sichtlich bewegt über die Auszeichnung. Séraphin Hirtz, Partner bei apaar_ atelier paysage et architecture, betont die Bedeutung ihrer Arbeit: «Wir sehen einen grossen Sinn in unserer Arbeit, weil die Kinder von morgen in der Welt leben, die wir heute gestalten.»
Preis der Studierenden und Publikumspreis
Der Studierendenpreis ging an das Projekt Gässli 5 in Grabs (SG), das den behutsamen Erhalt historischer Bausubstanz mit der Stärkung sozialer Strukturen im Dorf verbindet. Die Jury würdigte insbesondere den partizipativen Ansatz, bei dem der enge Austausch mit der Bevölkerung wesentlich zum Erfolg des Projekts beitrug.
Das Projekt Mobilis in Mobili in Lugano (TI) gewann den Publikumspreis nach einer Online-Abstimmung mit über 1'800 Teilnehmenden. Mithilfe digitaler Werkzeuge machte das Projektteam komplexe Umweltdaten räumlich sichtbar und nutzte diese als Grundlage für die nachhaltige Planung und Gestaltung.