Nach mehr als 25 Jahren Planung und Bau ist der Ueberlandpark seit einem Jahr eröffnet. Aus einer Volksinitiative entstanden, verbindet die Überdeckung der Autobahn heute ein Quartier, das jahrzehntelang getrennt war. Wo einst Lärm und Verkehr dominierten, bietet nun ein öffentlicher Raum Platz für Begegnung, Erholung und naturnah gestaltete Freiräume.
Im Auftrag von und in enger Zusammenarbeit mit Grün Stadt Zürich entwickelten Krebs und Herde Landschaftsarchitekten auf der fast einen Kilometer langen und 30 Meter breiten Autobahneinhausung eine vielfältige Parklandschaft. Laut einer Mitteilung des Binding Preis für Biodiversität verbindet der Park Biodiversitätsförderung mit hoher Aufenthaltsqualität und einer ansprechenden Gestaltung. Artenreiche Vegetation, Aufenthaltsorte und vielfältige Strukturen schaffen einen abwechslungsreichen Lebensraum für Mensch und Natur. Eine besondere Herausforderung an diesem Extremstandort sind die stellenweise sehr geringen Bodentiefen, die starke Sonneneinstrahlung und die hohe Exponiertheit. Der Ueberlandpark ist auch ein Experimentierfeld für die klimaangepasste Begrünung der Städte von morgen. Gleichzeitig zeigt der Park beispielhaft, wie Infrastrukturbauten naturnah begrünt und belebt werden können.
Für ihren konsequenten Einsatz für die Biodiversität, die starke gesellschaftliche Wirkung und die hohe gestalterische Qualität des Ueberlandparks erhalten Grün Stadt Zürich und Krebs und Herde Landschaftsarchitekten den Binding Preis für Biodiversität 2026 in der Höhe von 100'000 Franken. Das Preisgeld fliesst, so die Mitteilung, vollständig in die partizipative Weiterentwicklung des Ueberlandparks.
Der Binding Anerkennungspreis geht 2026 an SBB Energie für die pragmatische Herangehensweise zur ökologischen Aufwertung ihres Unterwerks in Bussigny VD. Das Projekt mache deutlich, so die Mitteilung, wie viel Potenzial in bislang wenig beachteten kargen Flächen für die Förderung von Pflanzen und Tieren stecke.