Das ZALF und die HUB beschäftigen sich mit der Frage, wie Urban-Farming-Konzepte gestaltet werden können, um ressourcenschonend zu den ökonomischen, kulturellen und sozialen Teilen von Nachhaltigkeit in Metropolen beizutragen. Gemeinsam mit Stadtgärtnern, Nachbarn, bürgerschaftlich engagierten Gärtnern, urbanen Farmern, Stadtplanern und kommunalen Verwaltungen wird die «Nachhaltigkeitsforschung» greifbar gemacht – und schmackhaft am Beispiel der Möglichkeiten des städtischen Gärtnerns.
Forschen zur Nachhaltigkeit ist auch Aktionsforschung: Die Kampagne «Zukunftsprojekt Erde» lädt zum Mitmachen, Ausprobieren und Umsetzen ein. Und zwar am Beispiel der Lebensmittelproduktion in der Stadt. Bei Zwei-Topf-Tagen, im virtuellen Markt für freie Anbauflächen, auf Dachgärten oder Naschbalkonen kann jeder sich an der Aktion beteiligen. Projektkoordinatorin Dr. Andrea von Allwörden (HUB) hat für die deutschlandweite Kampagne spezielle Aktionen und Veranstaltungen in Berlin, Hamburg und Köln eingeplant: «Die Entwicklung ist offen: Forschen zur Nachhaltigkeit heisst eben auch, gemeinsam Sichten und Ansichten zu entwickeln.»
Für die Forscher von ZALF und HUB stehen die Fragen nach den Wirkungen und Effekten im Vordergrund: Wie nachhaltig kann die Urban-Farming-Bewegung mit all ihren unterschiedlichen Facetten gestaltet werden? Wie vollzieht sich die Integration neuer Optionen, neuer Bildungs- und Gestaltungswege aber auch neuer technischer Lösungen zu einem «Urban Farming 2.0»?
Im Wissenschaftsjahr 2012 – Zukunftsprojekt Erde stehen drei zentrale Fragen im Mittelpunkt: Wie wollen wir leben? Wie müssen wir wirtschaften? Und: Wie können wir unsere Umwelt bewahren? Damit fördert das Wissenschaftsjahr 2012 die gesellschaftliche Debatte über die Ziele, Herausforderungen und Aktionsfelder einer nachhaltigen Entwicklung.