Im Sommer 2016 führte die Gewerkschaft Unia eine repräsentative Umfrage zum Thema «Zukunft Gartenbau» durch. Die Umfrage gab den Gärtner/innen die Möglichkeit, sich zu ihren Arbeitsbedingungen zu äussern. Das Ergebnis zeigt laut Medienmitteilung: Die Gärtner/innen sind stolz auf ihren Beruf, aber sie wünschen sich bessere Arbeitsbedingungen. Besonders wichtig würden die Angestellten des Gartenbaus faire Löhne und eine Möglichkeit zum flexiblen Altersrücktritt erachten.
«Die Zukunft der grünen Branche hängt von guten Arbeitsbedingungen ab», meint Chris Kelley, nationaler Unia-Verantwortlicher für den Gartenbau. „Zu viele leidenschaftliche Gärtnerinnen und Gärtner verlassen unfreiwillig die Branche, weil sie keine Perspektiven sehen, mit dem heutigen Lohn ihre Familien kaum durchbringen können oder weil ihr Rücken kaputt geht. Diese Abgänge sind ein Verlust für die ganze Branche“, so Kelley weiter.
Die Unia hat deshalb eine Petition an den Arbeitgeberverband JardinSuisse mit folgenden Forderungen lanciert:
- Harte und gute Arbeit muss sich lohnen: Es braucht faire Mindestlöhne.
- Wir arbeiten, um zu leben: Es braucht Arbeitszeitmodelle, die mit Privatleben und Familie vereinbar sind.
- Klare Perspektiven: Es braucht bessere Möglichkeiten zur Weiterbildung.
- Mit Würde in die Rente: Auch der Gartenbau braucht eine Frühpensionierung.