Vor drei Jahren unternahm die Stadtgärtnerei Basel erste Versuche mit der Beweidung von Wiesen- und Waldflächen mit Schafen. Hierfür arbeitete sie mit der Firma «Naturpflege» mit Sitz in Bubendorf zusammen. Diese ist laut Medienmitteilung darauf spezialisiert, ältere Schaf- und Ziegenrassen zur Landschaftspflege einzusetzen. Vorteil solcher Rassen ist, dass sie – im Gegensatz zu neueren Züchtungen – auch extensives Rauhfutter fressen: Die Tiere grasen die Wiese unregelmässig ab und machen auch vor Brennnesseln, Brombeeren und Gehölzen nicht Halt.
Aufgrund der positiven Erfahrungen mit der Beweidung von naturnahen Grünflächen will Basel die Schafe nun regelmässig an geeigneten Orten einsetzen, je nach Eigenart der Fläche ein- oder zweimal pro Jahr. Um Flurschäden zu vermeiden, sollen die Tiere jeweils nur wenige Tage bis maximal zwei Wochen auf der gleichen Fläche verbleiben. Dass danach noch Halme und Pflanzenbüschel übrig bleiben, gehöre zum erwünschten Bild, betont die Stadtgärtnerei. Diese bieten Kleinlebewesen Unterschlupf, bis der abgefressene Bewuchs wieder nachgewachsen ist.