Zwischen Mannenweier und Chrüzweier liegt der ca. 185 Meter lange und rund 100 Meter breite Knaben- oder Buebenweier. Der Weiher entstand im Jahre 1610 und wurde 1680 zu seiner heutigen Grösse ausgebaut. Er wurde früher als Reservoir für die Leinwandbleichen und Mühlen genutzt. Die Ufer und Dämme des Knabenweihers sind auf verschiedenste Weise befestigt; der Zustand der Ufersicherungen ist denn auch sehr unterschiedlich. Vor allem die Holzverbauung des Nellusdamms, der den Knabenweier vom Chrüzweier trennt, weist erhebliche Schäden auf. Um die Stabilität der Ufer und Dämme zu gewährleisten, sind nun Sanierungen nötig.
Der Knabenweiher wird heute nur noch sehr eingeschränkt genutzt, als Fischereigewässer, für die Kneippanlage und im Winter gelegentlich zum Eislaufen. Deshalb eignet er sich von den drei grossen Weihern auf Dreilinden am besten für eine auch ökologische Aufwertung. Im Zusammenhang mit den baulichen Massnahmen wird der Weiher in den Uferzonen nun auch gestalterisch und ökologisch aufgewertet.
Es handelt sich dabei um eine komplexe Aufgabe, sind doch die historischen Aspekte und die rechtlichen Rahmenbedingungen zu berücksichtigen. So gelten u.a. die Schutzverordnung Dreilinden/Notkersegg, die Verordnung über die Sicherheit von Stauanlagen sowie die Bestimmungen zum Baumund Landschaftsschutz. Die Arbeiten beginnen am Montag, 26. November 2012, und dauern je nach Witterung bis ca. Ende März 2013. Im Vorfeld mussten das Wasser weitgehend abgelassen und einige Bäume gefällt werden.