Uster schwang im 19. Jahrhundert zu einem der wichtigsten Industriezentren der Schweiz auf. Motor dieser Entwicklung war der Aabach, dessen Wasserkraft über Kanäle in Fabrikareale geleitet wurde und dort Maschinen antrieb.
Mit dem Ende der industriellen Blüte und dem Wegzug der Spinnereien begann sich Uster umfassend zu wandeln. Der Aabach erhielt eine neue Bedeutung: Er wurde zur neuen grünen Mitte in Uster und ist heute Naherholungsraum für die gesamte Bevölkerung.
Uster hat neue Wege beschritten
Wasser ist ein wichtiger und begehrter Lebensraum für die Natur wie für den Menschen. Ein Bach, der über die Ufer tritt, stellt aber ebenso eine Bedrohung dar. Diese vielfältigen Sichtweisen auf den Aabach hat die Stadt Uster ernst genommen und über Jahrzehnte hinweg zu einem Gesamtkonzept verwoben.
Dabei galt es, Privateigentümer zu umsichtigen Planungen zu motivieren, Bundesgesetze zu berücksichtigen und gemeinsam mit dem Kanton Zürich neue Wege im Hochwasser- und Naturschutz zu beschreiten. Zudem galt es, den Überblick zu bewahren und die gesetzten Ziele mit vielen kleinen Schritten zu erreichen.
Verdichtung leben
Mit der Verwandlung der Industrielandschaft rund um den Aabach fördert die Stadt Uster ein Wachstum innerhalb des bebauten Gebietes. Neubauten von hoher architektonischer und städtebaulicher Qualität stehen teilweise in direkter Nähe zum Wasser. Ein dichtes Nebeneinander von Erholungsräumen für Menschen, Naturschutzzonen und Bauten für den Hochwasserschutz ergeben ein Gesamtbild einer städtischen Parklandschaft, die ihre industriellen Wurzeln mit Stolz zeigt. Das Ensemble am Stadtbach ist Teil der Identität von Uster.
Besondere Erwähnung verdienen die Umgestaltung des Stadtparks (2008) sowie der Zellweger-Park 2011, die beide von Schweingruber Zulauf Landschaftsarchitekten realisiert wurden.
Der Schulthess Gartenpreis würdigt die Kontinuität
Der Schweizer Heimatschutz hat die Stadt Uster bereits 2001 mit dem Wakkerpreis ausgezeichnet. Was damals an ersten positiven Umwandlungen erkennbar war, hat sich inzwischen zu einem grossen Ganzen von urbanen Freiräumen entwickelt.
In der Tradition der langfristigen Planung und Umsetzung werden die Arbeiten am Aabach noch viele Jahre in Anspruch nehmen. Die Auszeichnung mit dem Schulthess Gartenpreis würdigt diese Langfristigkeit und stellt den Aabach als Grün- und Freiraum ins Zentrum.
Skulpturale Sitzgelegenheiten von Schweingruber Zulauf Landschaftsarchitekten als Gestaltungselemente im Stadtpark. (Foto: Schweizer Heimatschutz)
Tadashi Kawamata (*1953): «Drift Structure», 2010, Damm über den Zellweger-Weiher. (Foto: Schweizer Heimatschutz)
Schulthess Gartenpreis 2014 an die Stadt Uster
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