Thomas Wullimann, Direktor

Thomas Wullimann, Direktor GSO, Roland Binz und Rolf Struffenegger (rechts), Präsident Gärtner Bern, überreichten dem Präsidenten des bernischen Grossen Rats, Bernhard Antener, die Petition.

Geschlossener Auftritt der

Geschlossener Auftritt der Lernenden und Lerhkräfte der Gartenbauschule Oeschberg vor dem Rathaus.

Der Förderverein Oeschberg

Der Förderverein Oeschberg rollte vor dem Rathaus den grünen Teppich aus. Thomas Wullimann (links) und Roland Binz (rechts) suchten das Gespräch mit den Mitgliedern des bernischen Grossen Rates. Im Hi

Die Lernenden überreichten

Die Lernenden überreichten den Mitgliedern des bernischen Grossen Rates ein Sedum 'Immer lebendig'.

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Schliessung der Gartenbauschule Oeschberg scheint abgewendet

Die am 7. November 2013 gestartete Unterschriftensammlung für den Erhalt der Gartenbauschule Oeschberg (GSO) löste eine Welle der Solidarität in der Grünen Branche und bei der Bevölkerung in der Region Koppigen aus. Insgesamt 20 800 Unterschriften vereinigte, die am Dienstag, 19. November 2013 vom Förderverein Gartenbauschule Oeschberg beim Berner Rathaus eingereichte Petition «Oeschberg erhalten» auf sich. Diese in nur neun Tagen erzielte, überaus beachtliche Zahl an Unterschriften, stimmte die Mitglieder des bernischen Grossen Rates um. Die Oeschberg-Planungserklärung der Finanzkommission wurde geändert. Es zeichnet sich ab, dass das aus Spargründen lancierte Vorhaben der Schliessung der GSO vom Tisch ist. Der definitive Beschluss wird am 26. November gefasst.

Nach der Übergabe der Petition am Dienstag doppelte der Förderverein Oeschberg diesen Mittwoch, 20. November, zu Beginn der Beratung des grossen ASP-Sparprogramms mit einer Standaktion der Lernenden vor dem Rathaus nach. Sie überreichten den Ratsmitgliedern ein Sempervivum mit der Aufschrift «Immer lebendig» auf dem Pflanzenetikett. Dem geschlossenen Auftritt der GSO wurde viel Lob gezollt. Zum Zeitpunkt der Aktion lag die Planungsänderung bereits vor. Die Nachricht über die Kehrtwende des Grossen Rates verbreitete sich rasch. Die grosse Erleichterung war den Verantwortlichen, Thomas Wullimann, Direktor der GSO, und dessen Stellvertreter Roland Binz, anzumerken. Sie zogen mit tatkräftiger Unterstützung des Unternehmerverbandes JardinSuisse und des Fördervereins Oeschberg in den vergangenen Tagen alle Register, um die drohende Schliessung abzuwenden. Wullimann zeigte sich überwältigt von den Reaktionen. Die Unterstützung sei von allen Seiten gekommen. Befreundete Schulen, Verbände, Organisationen, Firmen und Privatpersonen hätten spontan mitgeholfen. Über die eigens aufgeschaltete Website wurden 5500 Unterschriften gesammelt. Unterstützt wurde die GSO durch Unterschriftensammelaktionen in Koppigen, Langenthal, Kirchberg und Burgdorf. «Die lokale Bevölkerung steht hinter uns», so Wullimann. Für Wullimann zeigt diese Unterstützung deutlich, dass eine Schliessung des Oeschbergs in der Bevölkerung überhaupt nicht verstanden würde. Allein die an der GSO veranstaltete Fachmesse öga bringe rund fünf Millionen Wertschöpfung, so Wullimann. Unterstützt wurde der Direktor durch JardinSuisse, der ihm einen Kommunikationsberater zur Seite stellte, zur Aufschaltung der Website beigetragen hatte und sich an den Kosten der Standaktion beteiligte. Auch der Regionalverband Gärtner Bern machte sich für den Erhalt der GSO stark.
Nun geht es um die Weichenstellung für die Zukunft. Voraussichtlich wird die GSO in das neu zu schaffende Bildungszentrum Emmen integriert werden, dessen Leitung Thomas Wullimann übernehmen wird. Die GSO wird unter gleichem Namen weitergeführt. Einsparungen ergeben sich durch Synergien in der Administration. Roland Binz, der ab Februar 2014 interimistisch die GSO im Team mit Benjamin Tschirren und Michael Flühmann leiten wird, wünscht sich in Zukunft Kontinuität. Durch die Sparpläne der letzten Jahre seien die Mitarbeitenden stark verunsichert worden. Bislang sei die GSO jedoch aus jeder Krise gestärkt hervorgegangen, so die zuversichtliche Haltung des Fachlehrers für Allgemeinbildung. Abzuwarten gilt zunächst die definitive Beschlussfassung des Grossen Rates am 26. November 2013.

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