In Hamburg Altona entsteht ein neues Quartier: die Mitte Altona. Dort, wo noch vor wenigen Jahren Güter verladen wurden, wird heute ein neues Stück Stadt entwickelt. In einem ersten Entwicklungsabschnitt werden hierfür die Flächen des ehemaligen Güterbahnhofs Altona überplant, als zweiter Entwicklungsabschnitt könnten nach einer Verlagerung des Fernbahnhofs Altona weitere Bahnhofsflächen und Gleisanlagen einer neuen Nutzung zugeführt werden. Das Zentrum des Gebietes bildet ein grosser, zusammenhängender Park, der sich durch das gesamte Quartier ziehen wird und sowohl neue als auch alte Bereiche miteinander verbindet. Mit diesem freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb wird der 1. Bauabschnitt des zukünftigen Stadtteilparks konzipiert.
Die Projektverfasser schreiben in ihrem Projektbericht: «Nach der fast vollständigen Tabula rasa auf dem Areal des Güterbahnhofs, bedingt durch die Altlastensanierung, wird ein neues, zukunftsgerichtetes Kapitel aufgeschlagen: Wir formen neue Landschaft, die die erhaltene Hallenkonstruktion zur Taktgeberin der Parkgenese macht.» Rotzler Krebs definieren den Park als «Wiesenlandschaft mit unterschiedlich gefärbten Parkräumen», die innerhalb des Ganzen ihren spezifischen Charakter haben:
- der Stadtgarten bildet den Stadteingang.
- der Pleasureground bildet die freie Mitte und spielt den Geist des Ortes weiter.
- die Parkhalle wird zur Ikone und ist ein einmaliges Angebot für Schule und Quartier.
- das Wäldchen ist ein strukturreicher Naturerfahrungsraum.
- im 2. Abschnitt lockt ein Bowlinggreen mit Himmelsspiegel als ein Ort am Wasser.
Die Ausgehend vom Stützenraster der ehemaligen Güterhalle (8 x16 m) wird dem Park eine eigenständige geometrische Ordnung zugrunde gelegt, die sich in Baumpflanzungen fortsetzt. Ein frei gesetztes Baumraster prägt eine robuste Grundstruktur mit Variationsmöglichkeiten.
Die Jury zeigte sich überzeugt vom «ruhigen und klaren Grundsatz» des prämierten Projektes. Wenige, vielfältig nutzbare Elemente würden so arrangiert, dass ein weitläufiger, offener Park entstehe. «Die verwendeten Elemente Wäldchen, geneigtes Rasenplateau, Sitzstufen, Hallendach und lockerer Baumhain können dabei Bürgerwünsche aber auch technische Anforderungen wie die Rückhaltevolumina abbilden und selbstverständlich in den Park integrieren», so lautet der Auszug aus der Beurteilung des Preisgerichts. Oberbaudirektor Prof. Jörn Walter: «Der robuste Grundansatz dieser Arbeit bietet viele gute Ideen und lässt noch Spieleraum für die endgültige Ausgestaltung. Der Park kann so vielfältig bespielt und auf hervorragende Weise zu einem Bindeglied zwischen dem nördlichen und südlichen Quartier der Mitte Altona werden.»
Die Wettbewerbsarbeiten werden vom 23. Oktober bis 1. November 2013 im Rathaus Altona ausgestellt.