Mit den warmen Temperaturen

Mit den warmen Temperaturen hat der Frühling Einzug gehalten. Bild: C.-R. Sigg.

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März 2012 – eine Monat der Extreme: extrem warm und extrem sonnig

Der März 2012 war extrem mild. Gegenüber der Normperiode 1961-90 betrug der Wärmeüberschuss meist 3 bis 4.5 Grad, womit der März 2012 in den bis 1864 zurückreichenden Datenreihen der MeteoSchweiz verbreitet auf dem 2. bis 5. Rang der wärmsten Märzmonate figuriert. Zudem war der Monat ganz besonders im Jura und Mittelland sowie im Zentralwallis extrem niederschlagsarm. Die Besonnung erreichte im Norden verbreitet Rekordwerte für die Messperiode ab 1961. Auf der Alpensüdseite war das

Sonnenplus geringer und die Regensummen erreichten in der Gegend des Lago Maggiore teils sogar überdurchschnittliche Werte.

Der Märzanfang war sonnig und für die Jahreszeit extrem warm. Die Nullgradgrenze lag am 1. März bei rund 3500 m ü. M. Auf dem Pilatus und auf der Cimetta oberhalb von Locarno wurden um 13 Grad wärmere Temperaturen gemessen als üblich für den Monatsbeginn. Am 2. März erreichten die Maxima im Mittelland 16 bis 20 Grad und im Tessin 20 bis 22 Grad. Danach baute sich das Hoch ab und die Temperaturen gingen zurück.

Nochmals Schnee bis in tiefere Lagen

Niederschläge setzten auf der Alpensüdseite bereits am 4. März ein. Tags darauf sorgte ein Tief über der Nordsee dann auch in den übrigen Teilen der Schweiz für einen weitgehend trüben Tag mit Niederschlägen, die bis auf 500 m hinunter in Schnee übergingen. Nachmittags erreichten die Höchsttemperaturen nur noch 5 bis 8 Grad und im Süden bis 10 Grad. Die Niederschläge erreichten auf der Alpensüdseite ein beträchtliches Ausmass. Lokal fielen über 50 mm (z. B. in Locarno 56.1 mm). In den anderen Landesteilen blieben die Mengen meistenorts gering. Am 6. März lockerte die Bewölkung auf und am 7. schien wieder die Sonne. Die Temperaturen verharrten nun aber auf dem für die Jahreszeit üblichen, bescheidenen Niveau mit Nachtfrösten und Tageshöchstwerten um 10 Grad. Am 8. März brachte eine atlantische Störung nochmals dichte Wolken und etwas Schnee bis auf 500 bis 800 m hinunter. Die Südschweiz allerdings erlebte dank Nordföhn einen sonnigen Tag. Schon am 9. März breitete sich dann ein Hoch über dem nördlichen Mitteleuropa aus und brachte auch der übrigen Schweiz sonniges Wetter zurück. Es stellte sich eine Bisenlage ein, welche trockene Kaltluft heranführte. Am 10. März wurden in Mathod bei Orbe am Morgen -6.6 Grad gemessen, und auch nachmittags blieben die Temperaturen bis am 11. März auf tiefem Niveau. Am Alpensüdhang allerdings stiess am 11. März ein stürmischer Nordföhn von den Bergen bis in die Tieflagen hinunter, wobei sich die Luft in den Niederungen auf 16 bis 19 Grad erwärmte. In Lugano wurden dabei Windspitzen bis 82 km/h gemessen.

Erneut frühlingshaft und sonnig

Das sonnige Hochdruckwetter hielt in den folgenden Tagen an. Es gelangten nun aber wärmere Luftmassen zu den Alpen. Im Süden wurden die höchsten Werte schon am 12. März mit bis zu 23 Grad erreicht, weil der Nordföhn nochmals kräftig mithalf. Ohne Nordwind wurden diese Werte in der Folge nicht mehr ganz erreicht. Im Norden erwärmte sich die Luft langsamer, jedoch stetig. Am 13. März wurden im Mittelland schon Maxima um 16 Grad gemessen. Am 16. März gab es im Norden dann warme 19 bis 23 Grad, und die Nullgradgrenze stieg über 3000 m ü. M.

Nach Störungsdurchgang sonniges und warmes letztes Monatsdrittel

Das sonnige, warme Wetter fand am 18. und 19. März einen abrupten Unterbruch, als eine Störung aus Westen der ganzen Schweiz Niederschläge mit einem empfindlichen Temperaturrückgang brachte. Die Schneefallgrenze sank nochmals auf 900 m ab und die Höchsttemperaturen erreichten im Norden nur noch 5 bis 8 Grad. Wiederum erhielt die Alpensüdseite die kräftigsten Niederschläge (Locarno 70.9 mm). Auch in den anderen Landesteilen fielen über die beiden Tage Mengen von meist 10 bis 20 mm, im Wallis allerdings meist weniger als 10 mm. Dies war auch der Hauptteil der Niederschlagssumme des ganzen Monats, denn nach diesem zweitätigen Niederschlagsintermezzo machte sich Hoch Harry von Westen her bemerkbar und bestimmte danach das Wetter in unserem Land. So kehrten Sonnenschein und frühlingshafte Wärme im ganzen Land ab dem 20. März zurück. Im letzten Monatsdrittel erreichten die Nachmittagstemperaturen im Süden rund 20 Grad und im Norden etwa 18 Grad.

Monatsbilanz

Insgesamt war das Wetter im März 2012 aussergewöhnlich mild. Der Wärmeüberschuss im Vergleich zur Normperiode 1961-90 erreichte in den Niederungen der Alpennordseite und im Engadinertal meist 2.5 bis 4 Grad, in den übrigen Gebieten sogar meist 3.5 bis 5 Grad. An vielen Messorten war es der zweit- bis fünftwärmste Märzmonat der Datenreihen seit 1864. In der Südschweiz stellte die MeteoSchweiz sogar rekordverdächtige Märztemperaturen fest.

Im Zentralwallis fielen nur etwa 10% der normalen Märzregensummen. Unter 30 % blieben die Werte auch verbreitet im Jura und Mittelland. Nur wenig mehr Niederschlag fiel entlang den nördlichen Voralpen, am zentralen und östlichen Alpennordhang, in der Gegend von Chur bis Davos, im Val Müstair, im Val Poschiavo und im südlichen Wallis. 50 bis 100% der normalen Märzsummen der Periode 1961-90 wurden in den übrigen Teilen Graubündens, im Tessin und im Urserental gemessen. Am Lago Maggiore gab es örtlich sogar mehr Regen als im langjährigen Märzdurchschnitt.

Die Besonnung war im Jura und Mittelland etwa doppelt so gross wie im Mittel von 1961-90. An vielen Orten war es der sonnigste März der Datenreihen seit 1961. Auch in den Alpengebieten war der März 2012 vergleichbar sonnig wie die bisher sonnigsten Märzmonate 2003 und 1961. Geringer war das Plus an Sonnenstunden im Süden und im Engadin mit weniger als 140% des Normwertes.

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