In einer Mitteilung weist die Biovereinigung auf die Problematik der Gentechnik-Koexistenz im urbanen Raum hin: «75% der Schweizer Bevölkerung lebt im urbanen Raum: Viele bewirtschaften ihren Garten nach biologischen Richtlinien oder naturnah. Wenn Gentechnik zugelassen wird, müssten nebst der Sicherstellung der gentechfreien landwirtschaftlichen Flächen folgerichtig auch die Flächen der Gärten vor Gentechprodukten geschützt werden. Die Konsequenz: Sicherheitsgrenzen müssten auch zu den Gartenbauparzellen hin eingehalten werden.»
Unter diesen Voraussetzungen sei eine Koexistenz von Gentech- und Bioanbau in der kleinräumigen Schweiz zu bezweifeln, schreibt Bioterra. Die Gefahr einer irreparablen Verschmutzung von natürlichen Sorten und Arten werde als real eingeschätzt.
Die Biovereinigung betrachtet eine GVO- freie Schweiz als Vermarktungschance für Gärtner, Produzenten und Verarbeiter.