Staude des Jahres 2013 – die Wolfsmilch (Euphorbia)
Euphorbia wurde zur Staude des Jahres 2013 gekürt. Mit dieser Aktion macht der Bund deutscher Staudengärtner (BdS) auf besonders zu beachtende Stauden aufmerksam. Noch bis Ende Jahr stehen die Knöteriche im Rampenlicht.
Die Gattung Wolfsmilch (Euphorbia) ist mit einer Zahl von weltweit über 2000 Arten unvergleichlich vielfältig. Auch in unseren Breiten steht für die Pflanzenverwendung ein grosses Arten- und Sortenspektrum an Wolfsmilchgewächsen zur Wahl. Es gibt Arten und Sorten, die wie etwa die Mittelmeer-Wolfsmilch (Euphorbia characias ssp. wulfenii) über einen Meter hoch werden. Andere sind klein und zierlich. Viele bestechen durch ihre perfekten Blattstrukturen. Mit ihren roten Blättern ist Euphorbia dulcis 'Chamaeleon' eine besonders schöne Blattschmuckstaude. Etliche Arten überzeugen durch ihre Blüten, bzw. korrekt Hochblätterfarben. Einige sind im Herbst eine Bereicherung mit ihrer intensiven Färbung. Manche Arten sind wintergrün und bringen dadurch wichtige Strukturen in winterliche Gärten. Eine grosse Stärke vieler Euphorbien ist die Fähigkeit zwischen verschiedensten Pflanzen zu vermitteln und diese dadurch noch besser in Szene zu setzen.
Euphorbien gedeihen an unterschiedlichen Standorten. Sonnenanbeter wie die Walzen-Wolfsmilch (Euphorbia myrsinites) oder die Zypressen-Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias) finden sich ebenso wie Arten, die an halbschattigen Standorten bei frischen Böden gedeihen. Hierfür ist z. B. die heimische immergrüne Mandel-Wolfsmilch (Euphorbia amygdaloides) die richtige Wahl. wab.
Norman Foster Solar Award für die Umwelt Arena
Die Architekten der Umwelt Arena Spreitenbach, rené Schmid architekten ag, erhielten kürzlich den Norman Foster Solar Award. Überreicht wurde die in der Schweiz hochrangigste Auszeichnung auf diesem Gebiet durch Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf. Der PlusEnergieBau verfügt über die grösste dachintegrierte Photovoltaik-Anlage der Schweiz. Die Jury überzeugte, wie Architektur, Technik und Ökologie gestalterisch kombiniert wurden. In der Umweltarena Spreitenbach werden umweltschonende Produkte und ihre Technik präsentiert.wab.
Petition «Stopp Laubbläser»
Die Grünen der Stadt Zürich haben eine Petition gestartet, um den Einsatz von Laubbläsern in der Stadt künftig auf die Monate Oktober und November zu beschränken. Laubbläser seien zum ständigen Begleiter von Hauswartungen und Gartenunterhaltsfirmen geworden. Mit der Petition «Stopp Laubbläser» soll deren Einsatz auf zwei Monate im Jahr beschränkt werden. Zudem wird die Stadtverwaltung aufgefordert, möglichst ganz auf den Einsatz der Geräte zu verzichten. Die verbleibenden Geräte sollten innerhalb von zwei Jahren auf Elektroantrieb umgestellt werden.wab.
Gänse im Naturschutzeinsatz
Pro Natura greift in einem schweizweit einmaligen Pilotprojekt die traditionelle Beweidung mit Gänsen für den Naturschutzeinsatz auf. Seit diesem Herbst sind zwölf Diepholzer Gänse bei Samedan in Graubünden in einem Flachmoor im Einsatz. Ziel ist eine wirksame und kostengünstige Pflege von artenreichen Mooren und Feuchtgebieten als Alternative zur Mahd.wab.
Europameister im Kürbiswiegen kommt aus der Schweiz
Zum Abschluss der Kürbisausstellung im Blühenden Barock in Ludwigsburg, die dieses Jahr unter dem Motto «Schweiz» stand, wurden am 14. Oktober 2012 die schwersten Kürbisse aus Europa erwartet. Insgesamt 19 Züchter, zumeist Hobbygärtner, sind mit schwerer Last zum Kürbiswiegen nach Ludwigsburg aus Belgien, Italien, Luxemburg, Österreich, der Schweiz und aus ganz Deutschland angereist. Der schwerste Kürbis kam
in diesem Jahr aus der Schweiz. Er wurde von Beni Meier aus Pfungen herangezogen. Dieser schwerste europäische Kürbis 2012 brachte ein Gewicht von 764,5 kg auf die Waage und lag damit mehr als 50 kg über dem Siegerkürbis von 2011. E. Gugenhan
Wettbewerb Neumarktplatz in Biel entschieden
4d Landschaftsarchitekten, Bern, gewinnen den Wettbewerb für die Neugestaltung des Neumarktplatzes in Biel. Die Jury wählte das Projekt «Raumkontinuum» unter 69 zum Wettbewerb zugelassenen Projekten zur Weiterbearbeitung aus.
Einst Viehmarkt, dann Marktplatz und jetzt Autoparkplatz. Die angrenzende neue Überbauung schafft nun Platz für ein öffentliches Parking, die Fläche wird frei für einen öffentlichen Platz in der Innenstadt. Für die Gestaltung wurde ein Wettbewerb für Architekten- und Landschaftsarchitektenteams ausgeschrieben. Dabei sollte der Grossteil der Fläche für Veranstaltungen nutzbar bleiben. Das Siegerprojekt des Teams um 4 d Landschaftsarchitekten schlägt einen klar begrenzten, gegen das Platzinnere orthogonal aufgebauten Platz vor. Der Platz gliedert sich in eine offene befestigte Platzfläche, die mit jurakalkgelbem Trasston erstellt wird, sowie einen umlaufenden bekiesten Raum, der mit Natursteinbordüre zum Strassenraum begrenzt ist. Der Platz wird gefasst durch eine Baumreihe bzw. ein räumlich angedeutetes Baumgeviert aus Aesculus flava. «Die Verfasser greifen Vorhandenes und Vergangenes auf und weben das Neue in feinen Variationen weiter», schreibt die Jury.wab.
Stadt Luzern plant neue Familiengartenstrategie
Familiengartenareale geraten angesichts der intensiven Bautätigkeit als stille Baulandreserven immer mehr unter Druck. Die Stadt Luzern hebt bis ins Jahr 2021 ein Drittel seiner Familiengartenparzellen auf und reduziert das Angebot von 890 auf 600. Drei der 17 Areale sollen aufgegeben werden. Das Areal Friedental soll für 6,5 Millionen Franken saniert und zum Landschaftspark aufgewertet werden.
Der Stadtrat ist überzeugt, dass mit der neuen Familiengartenstrategie die Nachfrage auch künftig gedeckt werden kann. Die Streichung eines Drittels der Parzellen deckt sich mit der Anzahl Auswärtiger, die derzeit in der Stadt Luzern Familiengärten betreiben. Künftig sollen Familiengärten nur den Stadtbewohnerinnen offen stehen.
Die Aufhebung des Areals Lido wird mit der hohen Schadstoffbelastung begründet. Eine Sanierung wäre zu teuer gekommen. Für das Areal Urnerhof und Grabenhof ist die Umzonung für Wohnen und Arbeiten geplant. Alle übrigen Familiengärten werden weiterhin genutzt und die mit Schadstoffen belasteten Böden saniert.
Auch die Familiengärten im Friedental sind mit Schadstoffen belastet. Um sie gegenüber den Schadstoffen der ehemaligen Kehrichtdeponie abzuschirmen, muss der Grossteil des Areals geräumt werden. Gleichzeitig soll hier ein für die Öffentlichkeit frei zugänglicher Landschaftspark entstehen. Das Angebot an Familiengärten reduziert sich dabei von 165 auf 100 Parzellen. Als neue Form des Gärtnerns sollen zudem Gemeinschaftsgärten angeboten werden.
Die Bau- und Gartenreglemente werden durch die ab 2015 gültige Familiengartenverordnung abgelöst. Dabei wird der baulichen Entwicklung Grenzen gesetzt und die offene Gestaltung als vielfältige Grünräume angestrebt. Weiter orientiert sich die Bewirtschaftung der Parzellen künftig an den Grundsätzen des biologischen Gartenbaus. wab.