Gärtner Bern: Ausscheidungswettkampf Berufsschweizermeisterschaft 2012
Am Freitag, 20. und Samstag, 21. April 2012 boten vier Zweierteams und ein Dreierteam der Fachsektion Gartenbau Gärtner Bern im Rahmen des Ausscheidungswettkampfes für die Schweizer Berufsmeisterschaft eine fachlich sehr gute Leistung. Die besten zwei Teams aus den Kantonen Bern, Solothurn, Deutschfreiburg und Deutschwallis qualifizierten sich für die Schweizermeisterschaft. Die jungen, bis 21-jährigen Landschaftsgärtner boten einen spannenden Wettkampf. Während des rund 15-stündigen Einsatzes bewertete die Experten-Jury die Arbeiten. Der Projektleiter und Präsident der Fachsektion Gartenbau Gärtner Bern, Rolf Struffenegger, zeigte sich erfreut über das Engagement aller Teilnehmenden.
Zwei Teams qualifizierten sich für die Schweizermeisterschaften der Landschaftsgärtner, die im Juni 2012 an der Öga in Koppigen stattfinden wird. Rang 1 erreichte mit 184 Punkten das Team Andreas Stauffer, Burgistein, und Oliver Karlen, Belp. Mit nur zwei Punkten Abstand schaffte es auch das Team Mat-thias Kämpfer, Wiler b. Utzenstorf, und Raphael Sager, Biel. Martin Gasche
Kreative Pflästerer haben Zukunft
Seit 23 Jahren treffen sich jeweils im Frühjahr Pflästerer-Interessierte aus der ganzen Deutschschweiz und teilweise auch aus dem Ausland zu einer zweitägigen Weiterbildungsveranstaltung in Brunnen SZ. Der vom Verband Schweizerischer Pflästerermeister (VSP) organisierte Anlass orientiert fundiert über aktuelle Entwicklungen im Pflästererhandwerk, sowohl in technischer, wirtschaftlicher, rechtlicher wie auch in gestalterischer Hinsicht.
Unter den fast 80 teilnehmenden Fachleuten des diesjährigen «Brunnen-Seminars» vom 19. und 20. April stammten nicht wenige aus dem Landschafts- und Gartenbau, einer Branche, die für das Pflästererhandwerk ein wichtiges und nach wie vor wachsendes Kundensegment darstellt. (Anmerkung der Redaktion: Das «Themenheft Naturstein» von nächster Woche befasst sich ausführlich mit dem Thema.)
André Högger, Chefkursleiter des VSP-Berufsbildungszentrums Alpnach, befasste sich in seinem Referat mit den vielseitigen Gestaltungsmöglichkeiten, die Natursteinpflästerungen in Gärten und Parkanlagen bieten. Ornamente, Wappen oder andere Einlegearbeiten lägen zurzeit im Trend, sagte Högger. Diese Chance würde aber noch zu oft nicht wahrgenommen. Attraktive Gestaltungen böten eine gute Gelegenheit, den Pflästerungen einen persönlichen Touch zu vermitteln oder eine monotone Fläche aufzulockern. Nebst Kreativität und Sinn für Geometrie erforderten solche Arbeiten aber auch ein Fachwissen, über das in der Regel nur ein erfahrener Pflästerer verfüge. Robert Stadler
10 500 Jahre alte Eiche in Schlieren gefunden
Auf der Baustelle der AMAG zwischen Brand- und Bernstrasse in Schlieren ZH wurde im Dezember 2011 in zwei bis drei Meter Tiefe ein Baumstamm von rund 4 m Länge und 50 bis 60 cm Durchmesser gefunden. Aufgrund seiner Beschaffenheit wurde ein hohes Alter vermutet, was vor Kurzem auch bestätigt wurde.
Eine Radiocarbonanalyse der ETH brachte die Sensation zu Tage: Es handelt sich um eine Eiche, die mit grosser Wahrscheinlichkeit zwischen 8535 und 8610 vor Christi Geburt gewachsen ist, also rund 10 500 Jahre alt ist. Somit kann davon ausgegangen werden, dass diese Eiche aus den ersten Eichengenerationen nach der Eiszeit in Mitteleuropa stammt. Fachleute bestätigen, dass es nur ganz wenige ähnlich alte Funde in Europa gibt. In der Schweiz ist es der erste Fund dieser Art. Die in Schlieren gefundene Schottereiche ist damit ein ganz ausserordentliches Stück Holz. Werner Peyer
Die Birspark-Landschaft ist Landschaft des Jahres 2012
Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL) vergibt zum zweiten Mal die Auszeichnung «Landschaft des Jahres». Laut Pressemeldung geht der Preis 2012 an die Birspark-Landschaft in der Nordwestschweiz. Nachdem vor einem Jahr mit dem Val Sinestra im Unterengadin eine Postkartenlandschaft in den Alpen ausgezeichnet wurde, ist es diesmal eine urbane Landschaft im Spannungsfeld der Schutz- und Nutzinteressen einer Agglomeration. Sie umfasst den Raum entlang der Birs zwischen Angenstein und der Birsmündung mit der zum Teil revitalisierten Birs und ihren Uferschutzzonen und Naturoasen, die weiten, offenen Landschaften und wertvollen Lebensräume in der Reinacherheide, einem Naturschutzgebiet von nationaler Bedeutung, den gepflegten Park im Grünen und die Merian Gärten in der Brüglinger Ebene. Zur Birspark-Landschaft gehören zudem die Industrie-, Gewerbe- und Wohngebiete, Sportanlagen und Kleinwasserkraftwerke im Birsraum.
Die basellandschaftlichen Gemeinden Aesch, Arlesheim, Birsfelden, Münchenstein, Muttenz, Pfeffingen und Reinach und die solothurnische Gemeinde Dornach erhalten die Auszeichnung «Landschaft des Jahres» laut Pressemitteilung für das gemeinsame Engagement für eine sorgfältige Entwicklung und Pflege der Birspark-Landschaft. Diese Gemeinden arbeiten in der vor wenigen Jahren geschaffenen Institution «Birsstadt» zusammen und unter der Leitung des Kantons Basel-Landschaft entstand ein gemeinsames Freiraumkonzept.
Der Festakt zur Übergabe des Preises findet am 10. Mai 2012 im Forum Würth in Arlesheim statt. Eine Dokumentation zur « Landschaft des Jahres 2012 – Birs-park-Landschaft» steht unter www.sl-fp.ch zum Download bereit. og.
Berlin präsentiert Pflanzenbilder aus dem Garten von Prinz Charles
Von 2002 bis 2009 haben über 70 renommierte Pflanzenzeichner aus der ganzen Welt am Highgrove Florilegium gearbeitet. Seit dem 17. Jahrhundert haben bedeutende Königshäuser ihre Gärten porträtieren lassen. Florilegien wurden als Prestigeobjekte betrachtet und als Staatsgeschenke verwendet. Das High-grove Florilegium ist das erste, das von einem Mitglied des britischen Königshauses initiiert wurde. Im Auftrag des Prince of Wales haben die Künstler Pflanzen aus dem Garten seines Landsitzes Highgrove in Gloucestershire, England, in Aquarell porträtiert.
Das Botanische Museum Berlin präsentiert 40 Faksimiles der Aquarelle aus dem Highgrove Florilegium. Die Ausstellung dauert noch bis 3. Juni 2012. Weitere Informationen: www.bgbm.org. og.
Schweizer Nachhaltigkeitspreis – Prix Nature Swisscanto – vergeben
Die 7. Natur Messe, eine Kombination aus Messe, Festival, Kongress und Gala, ging vom 13. bis 16. April 2012 in Basle erfolgreich über die Bühne. Bestandteil der Messe war auch dieses Jahr die Natur Gala, an der der Prix Nature Swisscanto – der Schweizer Nachhaltigkeitspreis, vergeben wurde.
Die Auszeichnung Prix Nature Swisscanto kürt in drei Kategorien: Der «Hauptpreis» zeichnet herausragende Leistungen aufgrund ihres Beitrages zur nachhaltigen Entwicklung aus, die «Generation Zukunft» wird an engagierte, Start-up-Unternehmen vergeben und der «Hoffnungsträger» ist eine Persönlichkeit, die sich in der Öffentlichkeit wirkungsvoll für die Nachhaltigkeit einsetzt.
Der Hauptpreis ging dieses Jahr an das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) und die 17-fache OL-Weltmeisterin Simone Niggli-Luder wurde als «Hoffnungsträgerin» ausgezeichnet.
EcaVert gewinnt in der Kategorie «Generation Zukunft»
Das Start-up-Unternehmen EcaVert durfte den Prix Nature Swisscanto in der Kategorie «Generation Zukunft» entgegennehmen. EcaVert hat ein Abwasserreinigungs-System namens VG Biobed (Vertical Green Biobed) entwickelt. Biobeds reinigen Abwasser und können so die Umweltverschmutzung abbauen. Sie bestehen aus einer Mischung von Erde und organischem Material, durch die das Abwasser geleitet und dabei gesäubert wird. «Das grundlegende Ziel dieser Installationen ist ein langlebiges System, das die Punktquellen der Pestizidkontamination eliminieren kann. Um dies zu erreichen werden die Vorbereitungs- und Waschvorgänge der Pestizidanwendung in einem gesicherten Bereich durchgeführt, wo das Abwasser in einem Auffangbecken gesammelt und anschliessend durch die Biobeds entsorgt wird», schreibt Jean-Luc Pasquier in einem Bericht über die Biobeds. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Systemen, wo das Wasser passiv verdunstet, sind Pflanzen aktiv an der Verdunstung beteiligt. In der Sektion für Blumenzucht der Gartenbauschule in Lullier sind seit Mai 2011 mehrere Biobedsysteme, u.a. das erwähnte VG-Biobed, installiert und in Betrieb. og.