Die Gartenbauschule Hünibach

Die Gartenbauschule Hünibach bietet rund 50 Ausbildungsplätze für Bio-Gärtnerinnen und -Gärtner. Bild: GSH

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Kanton will Mittel streichen für die Gartenbauschule Hünibach

Der Regierungsrat des Kantons Bern hat beschlossen, die Mitfinanzierung der Ausbildungsplätze an der Gartenbauschule Hünibach (GSH) ab 2019 zu reduzieren und 2021 ganz einzustellen. Mit der Sparrunde des Kantons Bern sollen nach dem Willen des Regrierungsrats mittels 155 Massnahmen rund 185 Millionen Franken eingespart werden. Das Entlastungspaket kommt im November vor den Grossrat.

 

Diese Mitteilung kommt gemäss Marianna Serena, Direktorin der GSH, zu einem besonders ungünstigen Zeitpunkt. Nach der Neuausrichtung vor zwei Jahren mit dem zusätzlichen Angebot für EFZ-Ausbildungen für Stauden- sowie Landschaftsgärtner sei die GSH gut aufgestellt und rechne mit einer weiteren Steigerung der Wirtschaftlichkeit, heisst es in der Medienmitteilung. Für die Gewährleistung des Schulbetriebs sind jährlich vier Millionen Franken nötig. Die Hälfte davon erwirtschaftet die Gartenbauschule selber, die andere Hälfte zahlt der Kanton Bern.
Die GSH teilt weiter mit, dass sie als Lehrwerkstätte auch Jugendlichen eine Ausbildung ermöglicht, die wegen schulischer oder psychischer Probleme in einer betrieblichen dualen Lehre nicht bestehen können. Die Alternative zu solchen Ausbildungsplätzen seien Leistungen aus Sozialhilfe und Invalidenversicherung.
Die GSH macht für sich geltend, dass sie «als einzige biodynamische und auch einzige biologische Gartenbauschule in der ganzen Schweiz eine entsprechende Zusatzausbildung auf Sek-Zwei-Stufe anbietet». Für den wachsenden Biomarkt seien Fachleute, die diese Nachfrage befriedigen, gefragt.
Die GSH will nicht tatenlos zusehen und sich gegen die Einsparung wehren. Gefährdet sind 50 Arbeitsplätze (30 Vollzeitstellen) und 50 Ausbildungsplätze. Die aktuellen Lehrverhältnisse sind bis 2020 gesichert. Alle Lernenden, die im August 2017 ihre Ausbildung beginnen, können diese auch zu Ende führen.
Von der Sparrunde betroffen ist auch die Gartenbauschule Oeschberg. Ihre Existenz soll dadurch aber nicht gefährdet sein.

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