Der Kanton Bern unterstützt die Gartenbauschule Hünibach (GSH) mit rund 2 Millionen Franken pro Jahr – rund die Hälfte des jährlichen Aufwands. «Streicht der Kanton der Gartenbauschule Hünibach die Mittel, muss die Schule schliessen. Mit der Hälfte der Finanzen ist die Weiterführung nicht möglich», hält die GSH in einer Medienmitteilung fest.
Die Streichung der Mitfinanzierung der Gartenbauschule Hünibach ist eine Sparmassnahme des Regierungsrats im Rahmen des Entlastungspakets 2018. Der Kanton will damit die im 2019 geplante Steuergesetzreform finanzieren. «Noch ist das letzte Wort nicht gesprochen», hofft die GSH. Sie hat unterhttp://www.rettet-die-gsh.ch/www.rettet-die-gsh.ch eine Kampagne mit einer Online-Petition lanciert, um Unterstützerinnen und Unterstützer zu mobilisieren. Der Grossrat entscheidet voraussichtlich in der Novembersession 2017 über das Schicksal der GSH.
Die traditionsreiche Lehrwerkstätte bietet 50 Ausbildungsplätze an und integriert auch junge Menschen, die in einer dualen Lehre nicht bestehen können, in die Arbeitswelt. «Rund ein Drittel der Lernenden der GSH hat den Einstieg in die Arbeitswelt nach der obligatorischen Schulzeit nicht geschafft. Muss die GSH schliessen, bleiben diese Jugendlichen bei der Sozialhilfe oder bei der IV und kosten den Kanton ein Vielfaches der ‘gesparten’ Summe», betont die GSH. Sie kritisiert die Umlagerung von der Bildung in die Sozialhilfe, die auf Kosten junger Menschen ohne Perspektive erfolge.