Insgesamt 180 Absolventinnen und Absolventen, Partnerinnen und Partner, Studierende, ehemalige und aktuelle Mitarbeitende folgten der Einladung zum Festanlass IUNR connect. Sie gewannen einen umfassenden Einblick in die aktuellen Tätigkeitsfelder des Instituts für Umwelt und Natürliche Ressourcen IUNR. Dieses hatte sich, unter der Leitung von Prof. Jean-Bernard Bächtiger, aus der Fachabteilung Obst-, Wein- und Gartenbau der einstigen Ingenieurschule Wädenswil zum zeitgemässen Fachhochschulbetrieb entwickelt. Unter anderem wurden mit dem Institut Umwelt und Natürliche Ressourcen IUNR vor zehn Jahren Voraussetzungen geschaffen, um Entwicklungen der Landschaftsnutzung aktiv mitzugestalten.
Wandel und neue Themen
Die Landschaften der Schweiz unterliegen seit Jahren einem starken Wandel, werden immer dichter erschlossen und immer intensiver genutzt. Insbesondere die Bevölkerungsentwicklung, die Urbanisierung, der Klimawandel, die Energieversorgung, die Ressourcenknappheit und der technologische Fortschritt sind Einflussfaktoren, denen sich die moderne Lehrinstitution stellt. So bietet das Institut neben Forschung und Entwicklung aktuelle und zukunftsweisende Lehrgänge, Weiterbildungen und Dienstleistungen an, zum Beispiel auch zu neuen Themen wie Urban Farming und Geography of Food. Damit entwickelte es sich zum bedeutenden Partner für Umweltfirmen und Organisationen und zu einem führenden Anbieter für Ausbildungen und für angewandte Forschung in der Umwelt-Szene.
Grosse Teilnehmerzahl und vielseitiges Programm
Im Rahmen des Dekaden-Jubiläums gewährte das IUNR Einblick in seine vielfältigen Arbeitsfelder. Nebst Referaten, Diskussionen und Workshops boten Präsentationen der neusten Forschungsergebnisse Gelegenheit zum Knowhow-Transfer und Ideenaustausch. Der Gastgeber des Jubiläums, Prof. Jean-Bernard Bächtiger, freute sich über die grosse Teilnehmerzahl an dieser «lebhaften Netzwerktagung» und über die vielen wertvollen bilateralen Gespräche.
Kontroverse Diskussion zum Thema «Lokales Produkt – Luxus oder Notwendigkeit?»
Der Anlass fand seinen Höhepunkt in der abendlichen Podiumsrunde zum Thema «Lokales Produkt – Luxus oder Notwendigkeit?» Der Leiter des ZHAW-Institutsfür Lebensmittel- und Getränkeinnovation, Prof. Michael Kleinert, fasste seine Erkenntnisse der kontroversen Diskussion folgendermassen zusammen: „Nebst den Fakten der Forschung hängen viele Entscheidungen von persönlichen Motiven ab, vom Vertrauen in Personen oder in Labels. Dieses Vertrauen müssen wir immer wieder neu entdecken und schärfen.»
Quelle: ZHAW