Carlo Vercelli, Geschäftsführer Jardin Suisse, und Matthias Frei, Präsident JardinSuisse Schaffhausen, informierten die Medien über den Status quo. Nebst des nichtallgemeinverbindlichen, mit der GBS als Sozialpartner ausgehandelten Gesamtarbeitsvertrags (GAV), haben die meisten Westschweizer Kantone und die Kantone beider Basel regionale Verträge, die allgemeinverbindlich sind. Matthias Frei wehrt sich gegen die von der Unia auferlegte Rolle als Verhinderer: «Wir wollen vorwärts machen.» Laut Frei befürwortet eine Mehrheit der Betriebe in der Sektion Schaffhausen höhere Löhne. Voraussetzung ist die AVE, um für gleich lange Spiesse zu sorgen im Wettbewerb mit den Unternehmen aus Deutschland, die in den Schweizer Markt drängen. Im Hinblick auf eine allfällige Abschwächung der Baukonjunktur in vier bis fünf Jahren will die Sektion Schaffhausen die AVE möglichst rasch, im Zeitraum von einem Jahr einführen. Die 21 in der Sektion Schaffhausen organisierten Betriebe erreichen knapp das erforderliche Quorum auf Arbeitgeberseite. Laut Frei ist ein Mindestlohn von Fr. 4000.– für Ungelernte verhandelbares Ziel, ebenso wie fünf Wochen Ferien. Die Grüne Berufe Schweiz, die in Kenntnis der Besonderheiten der Branche verhandelten, seien als Sozialpartner von den Mitgliedern akzeptiert, betont Frei. Es gelte die GBS zu stärken, sodass sie das auf Arbeitnehmerseite für die AVE erforderliche Quorum erreichen.
Der «Tieflohnzone Gartenbau» stellte JardinSuisse an der Medienkonferenz die Lohnerhebung des Bundes aus dem Jahr 2010 im GaLaBau entgegen, derjenigen Sparte mit den höchsten Löhnen. Die Lohnspanne von 3772.– bis 7500,– Fr. widerspiegle das breite Tätigkeitsspektrum. Die Bedingungen im Baugewerbe, wo die Mindestlöhne höher sind, seien nicht vergleichbar. Durch die Pflanzen als zentraler Inhalt sei der GalaBau viel stärker der Saisonalität ausgeliefert. Zudem sei der Gartenpflegebereich, der für die meisten Betriebe die Auslastung sichert, preissensibel und der Wettbewerb mit Hauswartungen und Kleinstfirmen intensiv.
Die demografische Entwicklung wird auch den Arbeitsmarkt der Grünen Branche prägen. Noch weniger wird sie es sich künftig leisten können, Berufsleute auszubilden, die kurz nach der Ausbildung in andere Bereiche abwandern. wab.
Lohnerhebung des Bundes im GaLaBau 2010: Der Medianlohn lag bei Fr. 4915.–, 50 % verdienten also weniger, 50 % mehr. 10 % der Mitarbeitenden verdienten weniger als 3772.– Fr. pro Monat, 90 % mehr als
JardinSuisse Schaffhausen will einen allgemeinverbindlichen regionalen GAV
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