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Auch in Zukunft werden in der Gartenbauschule Hünibach Bio-Gärtnerinnen und -Gärtner ausgebildet. Foto: Béatrice Devènes

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Gartenbauschule Hünibach: auf neuem Weg in die Zukunft

Nach dem Kampf gegen die Schliessung aus Spargründen hat der Grosse Rat des Kantons Bern der weiteren Subventionierung der Gartenbauschule Hünibach GSH als Lehrwerkstätte und Berufsfachschule im Dezember 2017 zugestimmt – allerdings mit Einschränkungen. Die Schule muss sparen und den Eigenfinanzierungsgrad erhöhen. Nun ist die neue Strategie der GSH bekannt: Sie will einzelne Bereiche selbsttragend machen, mögliche Weiterbildungsangebote für Profis und Laien prüfen und die Position als Bildungszentrum für biodynamischen und naturnahen Gartenbau stärken.

Der Kanton Bern baut die Subventionen für die GSH schrittweise um insgesamt rund 40 Prozent auf jährlich 1,2 Millionen Franken ab. Ab dem Jahr 2021 erhält die GSH somit rund 700'000 Franken weniger als bisher. Der neue Leistungsvertrag gilt für die nächsten vier Jahre. Die von Stiftungsrat und Geschäftsleitung entwickelte Strategie sieht vor, Kosten zu sparen und den Eigenfinanzierungsgrad zu erhöhen. Gemäss Medienmitteilung bleibt die Anzahl Lehrstellen für Gärtnerinnen und Gärtner bei 54. 80 Prozent der Ausbildungsplätze sind EFZ-Lehrstellen, und sie sind keiner bestimmten Fachrichtung mehr zugeordnet. Damit können neuerdings mehr Lernende ihre Ausbildung im Garten- und Landschaftsbau oder in der Staudenproduktion machen. Als weitere Fachrichtung wird weiterhin die Ausbildung zur Gärtnerin/zum Gärtner im Bereich Zierpflanzen angeboten. Die Floristik-Lehrstelle wurde gestrichen und es gibt auch keine Vorlehren mehr. Weiterhin angeboten wird die von drei auf zwei Jahre verkürzte Lehrstelle für Maturanden oder Lernende mit Berufsabschluss. Für 2019 gibt es noch freie EFZ-Lehrstellen, auch im GaLaBau.

Bereiche wie der Bioladen und der Gemüsebau, die nicht direkt mit den Bildungszielen in der Gärtnerausbildung zusammenhängen, müssen laut GSH-Direktorin Marianna Serena selbsttragend werden. Damit einher gehen strukturelle Veränderungen. Teams werden zusammengelegt und der gärtnerische Verkauf vom Bioladen getrennt. Der Gemüsebau - Teil der Identität der Gartenbauschule - soll gestärkt und neu positioniert werden. Für den Zusatz-Zertifikatslehrgang «Biologisches und biodynamisches Gärtnern», den die GSH als einzige Berufsschule der Schweiz den EFZ-Lernenden anbietet, wird ein Sponsor gesucht.

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