Fast alle Gewächshäuser, darunter auch ein erst kürzlich erstelltes Gewächshaus wurden zerstört. Rund 80 % der Gebäudefläche von 50 000 m2 sind abgebrannt. Die Rutishauser AG will die Produktion wieder aufnehmen. «Trotz dem Schicksalsschlag setzen wir alles daran, den Betrieb möglichst rasch wieder aufzubauen und die Kunden im gewohnten Rahmen bedienen zu können», teilte das Unternehmen mit. Die Logistikanlagen seien vom Brand verschont geblieben. Dadurch könne die Lieferbereitschaft im Grundsatz aufrechterhalten werden. Die zur Auslieferung bereit gestellten Pflanzen blieben unbeschadet. Die Rutishauser AG werde alles daran setzen, ihre Kunden über den Beschaffungsmarkt zu bedienen. Die Branche zeige sich sehr solidarisch. Die Familie Rutishauser habe in den letzten Tagen viele Unterstützungsangebote von Gärtnerkollegen erhalten.
Da die zwei Jugendliche sich bei der Polizei gemeldet haben und davon ausgegangen werden muss, dass sie den Brand verursachten, ist die Rutishauser AG zuversichtlich, mit dem Abbruch der Brandruine rasch beginnen zu können.
Die Rutishauser AG, die in vierter Generation geführt wird, feierte letztes Jahr ihr 100-Jahre-Jubiläum. Am Standort Züberwangen bietet das Unternehmen, das eine der grössten Topfpflanzengärtnereien der Schweiz führt, rund 60 Vollzeitstellen. Insgesamt beschäftigt die Rutishauser AG, die Gartencenter in Wil und Fällanden sowie das Häberli-Zentrum in Neukirch betreibt, 120 Personen.