Das Fair Flowers Fair Plants-Label gibt es seit fast sieben Jahren auf dem europäischen Markt. Das Label wird vor allem von Blumenhändlern und Gartencentern in Schweden, Österreich und Deutschland genutzt. Der Einzelhandel hat hier erkannt, wie wichtig es ist, sich mit Zierpflanzenprodukten zu profilieren, die mit Verantwortung für Mensch und Umwelt angebaut wurden. Der Grund dafür, dass dieses Label in Europa bisher noch keinen wirklichen Durchbruch erlebt hat, liegt nach Ansicht der kooperierenden Partner daran, dass Angebot und Absatz nicht gut aufeinander abgestimmt sind. Es gibt genug Erzeuger, die nachhaltig produzieren möchten und können. Allerdings ergreifen sie ebenso wie der Großhandel, Einzelhandel und die Sektorverbände noch zu wenig Initiative, um das nachhaltige Produkt für den Verbraucher erkennbar zu gestalten. Bisher war die Stiftung FFP nur bedingt in der Lage den Markt ausreichend zu fördern. MPS und FFP sind davon überzeugt, dass gemeinsam mehr erreicht werden kann und die Parteien das Label breit und erfolgreich auf den Markt bringen können.
Gemeinsam mit Zertifizierungsunternehmen
Beim Fair Flowers Fair Plants-Label dreht sich alles um nachhaltig angebaute Blumen und Pflanzen. Sie werden so angebaut, dass die Umwelt nur minimal belastet wird und die sozialen Bedingungen der Arbeitnehmer internationalen Richtlinien entsprechen. Da das Zierpflanzenprodukt rückverfolgbar und erkennbar ist, kann der Verbraucher prüfen, ob das Unternehmen hält, was es verspricht. Produzenten auf der ganzen Welt können ihre Produkte unter dem Fair Flowers Fair Plants-Label auf den Markt bringen. Dazu müssen sie jedoch über eine Umwelt- und Sozialzertifizierung verfügen, die den FFP-Normen entspricht. Dieses Zertifikat muss nicht unbedingt ein MPS-Zertifikat sein. MPS arbeitet auch mit anderen Zertifizierungsorganisationen zusammen. Dabei handelt es sich um die Organisationen, die ein Benchmarking mit FFP durchlaufen haben und als gleichwertig anerkannt wurden (KFC-Silver, Fiore Giusto, Fair Choice und Forest Garden Products).
Mobilisierung von Züchtern und Händlern
Nach einer Vorbereitungsperiode wird MPS umfassende Marketing- und Kommunikationsaktivitäten für FFP umsetzen. Zunächst werden die bereits zertifizierten Gärtner und Händler mobilisiert, um einen kontinuierlichen Strom an FFP-Produkten in breitem Sortiment anzubieten. Produkte mit dem FFP-Label werden damit für Blumenhändler und Gartencenter besonders interessant. Auch andere Partner der Kette werden in diesen Prozess mit einbezogen: Fahrverkauf, Cash & Carry, Versandexporteure, Einzelhandelsorganisationen und Marketingagenturen des Sektors.
Verbraucherorientierte Werbung
Für 2013 sind darüber hinaus weitreichende Maßnahmen zur Erhöhung der Markenbekanntheit geplant. Alle Glieder der Kette müssen wissen, wofür Fair Flowers Fair Plants steht. Mit verbraucherorientierter Werbung wird für ein größeres Markenbewusstsein beim breiten Publikum gesorgt. Außerdem ist es mit MPS und FFP für teilnehmende Unternehmen einfacher, in dieses Label einzusteigen. Das Label wird demnächst auch für Sträuße eingesetzt, die vom Handel aus Produkten zertifizierter Unternehmen zusammengestellt werden. Ferner darf das Fair Flowers Fair Plants-Label bereits vom teilnehmenden Produzenten auf der Umverpackung oder dem Etikett abgebildet werden.
FFP und MPS sehen der gemeinsamen Zukunft voller Vertrauen entgegen. Weitere Informationen finden Sie auf der Website: www.fairflowersfairplants.com.