Nur wenn die Forschung und Beratung intensiviert werde, können grössere wirtschaftliche Schäden abgewendet werden, schreibt der Motionär. 34 Parlamentarier haben die Motion mitunterzeichnet. Pezzatti rechnet mit notwendigen Mitteln beim Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) von 2,5 Mio. Franken über fünf Jahre. Dieses zusätzliche Geld dürfe aber auf keinen Fall zu Lasten der ebenfalls unabdingbaren Forschung und Beratung zu anderen Themen im Obst-, Beeren- und Weinbau gehen.
Die Kirschessigfliege stellt für die Schweizer Früchteproduzenten eine grosse Bedrohung dar. 2014 verursachte sie grössere Schäden in Kirschen- und Beerenkulturen. Sie wurde 2011 erstmals in der Schweiz auf Heidelbeeren im Tessin und auf Himbeeren im Graubünden gefunden. Sie befällt gesunde Früchte einer grossen Anzahl von Wirtspflanzen: Beeren, darunter vor allem Erd-, Him-, Brom- und Heidelbeere, sowie Steinobst wie Kirsche, Pfirsich und Aprikose.