Die Klematislaube entstand

Die Klematislaube entstand bei der Aufwertung nach der Jahrtausendwende. Die heute daran rankenden Pflanzen sollen durch einheimische Sorten ergänzt werden. Bild: mawiekom.ch

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Die Thurgauer Gärtner machen ernst

Im Botanischen Garten Frauenfeld soll der Öffentlichkeit gezeigt werden, was für ein hoher Gartenwert mit einheimischer Flora erreicht werden kann. Mit der Aufwertung dieses geschichtsträchtigen Parks mitten in der Kantonshauptstadt will JardinSuisse Thurgau (JSTG) als Unternehmerverband der Grünen Branche einen nachhaltigen Beitrag zur Förderung der Biodiversität im Thurgau leisten.

Die nach der Jahrtausendwende sorgfältig und in Anlehnung an ihre historische Gestalt von 1865 erneuerte Anlage soll durch das Aufwertungsprojekt von JSTG weder im Grundsatz noch in der generellen Struktur verändert werden. So bleiben die mächtigen und teils exotischen Bäume erhalten, genauso wie der Pfingstrosengarten, welcher jedoch mit einheimischen Pfingstrosen ergänzt werden soll.

Blütenstauden statt exotische Rabatten

"Über Möglichkeiten zur Unterstützung von Biodiversität wurde in den vergangenen Jahren viel geredet und geschrieben. JardinSuisse Thurgau will nun konkret aufzeigen, dass jedermann im eigenen Garten zur Förderung beitragen kann", sagte Viktor Gschwend, Präsident von JSTG bei der Vorstellung des Projektes. Die Artenvielfalt von einheimischer Flora ist im Siedlungsraum für die Gärtner ein grosses und zukunftsträchtiges Thema. Denn hier ist ihr Fachwissen gefragt.

In fünf Bereichen (Schattengarten, Sonnengarten, Jahreszeitengarten, Pfingstrosengarten und Blütenstaudenrabatte) sollen Geissbart, Fingerhut, Farn, und wie die einheimischen Pflanzen alle heissen, angepflanzt werden, und so die Voraussetzung als Lebensraum bieten, zum Beispiel für Schmetterlinge, Echsen und Mauerbienen. Den Kleinlebewesen sollen die sich noch in der Detailplanung befindlichen Lehmmauern und weitere Strukturelemente aus Holz dienen. Blütenstauden sollen die heute fast rein exotisch bepflanzten Rabatten und monotonen Rasenflächen beleben und auch Futter für Insekten spenden. Für JSTG ausgearbeitet hat das Projekt Mariann Künzi, Landschaftsarchitektin FH, aus Frauenfeld.

Kanton unterstützt Initiative der Gärtner

Was sagt man beim Kanton Thurgau (Grundeigentümer), der sich an den bisherigen Vorbereitungskosten mit einer Pauschale beteiligt hat, zur Initiative der Thurgauer Gärtnermeister? "Unsere Aufgabe ist es, das Projekt zu ermöglichen, und damit Hand zu bieten für eine konkrete Stärkung der Biodiversität", sagte Marina Tüscher, stellvertretende Kantonsbaumeisterin an der Medienorientierung. Und Nina Moser, Projektleiterin in der Abteilung Natur und Landschaft des Amtes für Raumentwicklung ergänzte: "Das Vorhaben ist ganz in unserem Sinn. Es ist schön, wenn Anschauungsmaterial entsteht, und dabei die Bäume als botanische Raritäten erhalten bleiben."

Gemeinsam für ein gutes Beispiel

Nachdem das Konzept nun steht und der Grundeigentümer mit der Aufwertung einverstanden ist, geht es jetzt darum, zu den finanziellen Mitteln für die Umsetzung zu kommen. JSTG wird sich mit seinen Mitgliedern und Partnern in der Projektleitung, mit Fachwissen und beruflichem Können, sowie bei Arbeitsleistungen und Materialien engagieren. Die Finanzierung aller vorgeschlagenen Verbesserungen kostet aber ausserdem gemäss Kostenzusammenstellung rund 160'000 Franken. Dafür setzt JSTG auf alle möglichen Unterstützerinnen und Unterstützer - von Firmen, der öffentlichen Hand, über Institutionen, bis hin zu Privatpersonen. Angedacht sind während und nach der Realisierung auch thematische Kurse mit Lernenden, für die Mitglieder und die interessierte Öffentlichkeit.

"Wir haben wirklich Grosses vor. Vom Erfolg der Finanzierungszusagen wird es abhängen, ob wir wie geplant im Frühjahr 2018 mit den Arbeiten starten, und ob wir sie in einem Zug durchführen können", sagte ein optimistischer Viktor Gschwend an der Medienkonferenz abschliessend.

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