Der Eulachpark bildet das Zentrum des umgenutzten Sulzer-Industrieareals in Oberwinterthur. Der über 6 ha grosse Volkspark verschafft der städtischen Bevölkerung einen Zugang zur Natur und einen Ort der Erholung. Der Jury gefiel der grosse Massstab des Eulachparks in Eulach. Anlagen dieser Grösse seien selten. Nach den Plänen des Luzerner Landschaftsarchitekturbüros Koepflipartner wurden die ersten drei Etappen des neuen Parks von 2007 bis 2013 realisiert. Mit der vierten Etappe soll 2014 begonnen werden. Als wohltuend bewertete die Jury das ruhige Gesamtkonzept mit den weiten Grünflächen und dem einfachen Wegnetz sowie die insgesamt zurückhaltende Gestaltung. Den Planern sei es gelungen, mit wenigen gezielt gesetzten Landschaftsobjekten wie grosszügige Wiesenflächen, Baumfelder und Erdskulpturen, die Leere zu inszenieren. Als hervorstechendes Merkmal wurde weiter die Offenheit des Parks und seine Durchlässigkeit ins Quartier gewürdigt. Auf der ganzen Länge des Parks wurde die Eulach mit einem abgetreppten Ufer zugänglich gemacht. Aus Sicht der Jury ein grosser Pluspunkt ist die frühe Planung. Der Park war weitgehend bereit, als die angrenzenden Bauten entstanden. Volumen wird mit den dicht gepflanzten Eichen erzeugt. Sie werden im Laufe der Zeit ausgelichtet. So wird nach und nach eine durch Solitärbäume geprägte Parklandschaft entstehen. Die Jury schrieb hierzu: «Obschon die Bäume noch klein sind, funktioniert der Park dank der überzähligen Pflanzung räumlich schon gut, und vor allem: Die Bevölkerung nützt ihn ausgiebig».
Der Hase in Silber in der Kategorie Landschaftsarchitektur wurde für den Place du Vélodrome der Stadt Genf verliehen. Die Planung stammt vom Landschaftsarchitekturbüro Pascal Heyraud, Neuenburg, und dem Architekturbüro Raphaël Nussbaumer Architectes, Genf.
Laut Jury ist die Umgestaltung des Platzes ein hervorragendes Beispiel dafür, wie man mit einer einfachen organisatorischen Veränderung eines Aussenraums und mit wenigen präzisen gestalterischen Eingriffen eine neue räumliche Wirkung erzielt und neue Nutzungsmöglichkeiten schafft. Die Stadt Genf habe erkannt, welch hohe Bedeutung Freiräume in dicht bebauten innenstädtischen Quartieren wie dem Jonction-Quartier habe. Belegt sei dies durch die Umgestaltung mehrerer Plätze in den letzten Jahren.
Mit Bronze ausgezeichnet wurde der Freizeitpark Schmiedhof in Ebikon von Fahrni Landschaftsarchitekten, Luzern. Das Projekt der Gemeinde Ebikon, einen Fussballplatz in einen öffentlichen Park zu verwandeln, gefiel der Jury. Es sei bemerkenswert, dass eine Agglomerationsgemeinde einen solchen Park baue. Die ehemalige Nutzung ist ablesbar und verleiht dem Ort einen unverwechselbaren Charakter. Das Projekt habe einen Vorbildcharakter und wurde für andere Gemeinden zur Nachahmung empfohlen.
Ausstellung: 4. Dezember 2013 bis 12. Januar 2014, Ort: Vestibül Museum für Gestaltung Zürich, Öffnungszeiten: Di-So 10-17 Uhr, Mi 10-20 Uhr, montags sowie 25. Dezember und 1. Januar geschlossen.
Die Besten 2013 - Kategorie Landschaft
- Hase in Gold: Eulachpark, Winterthur
- Bauherrschaft: Stadt Winterthur, Stadtgärtnerei
- Landschaftsarchitektur: Koepflipartner Landschaftsarchitekten, Luzern
- Hase in Silber: lace du Vélodrome, Genf
- Bauherrschaft: Stadt Genf
- Landschaftsarchitektur: Pascal Heyraud, Neuenburg
- Architektur: Raphaél Nussbaumer Architectes, Genf
- Hase in Bronze: Freizeitpark Schmiedhof, Ebikon
- Bauherrschaft: Gemeinde Ebikon
- Landschaftsarchitektur: Fahrni Landschaftsarchitekten, Luzern
Anerkennungen (ohne Rangierung)
- Gassensanierung Obere Altstadt Baden, 3. Etappe
- Bauherrschaft: Stadt Baden, Planung und Bau
- Planerteam: Appert Zwahlen Partner Landschaftsarchitekten, Cham; Schoop Architekten Baden; Mosersidler AG für Lichtplanung, Zürich
- Aussenraum Schulanlage Göttibach, Thun
- Bauherrschaft: Stadt Thun, Amt für Stadtliegenschaften
- Architektur: 4d Landschaftsarchitekten, Bern