Hase in Gold für die Gestaltung

Hase in Gold für die Gestaltung des Plaine de Plainpalais, Genf. Der rote Sandplatz bringt die wahre Grösse des Stadtplatzes wieder zum Vorschein. Bild: zvg.

Stadionbrache Hardturm, Zürich.

Stadionbrache Hardturm, Zürich.

Hase in Bronze: Fussgängerverbind

Hase in Bronze: Fussgängerverbindung, Chur. Esch Sintzel Architekten, Zürich .

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Die Besten 2012 – Landschaftsarchitektur: Hasen in Gold, Silber und Bronze

Die Zeitschrift Hochparterre prämiert jährlich die besten Bauten und Objekte in Landschaft, Architektur und Design und verleiht die Hasen in Gold, Silber und Bronze. Der Hasen in Gold in der Kategorie Landschaftsarchitektur ging in diesem Jahr an das Atelier Descombes Rampini,Genf; Carlos Lopez, Architekt und Urbanist, Genf, für die Gestaltung des Plaine de Plainpalais in Genf. Der Hase in Silber wurde für die Zwischennutzung der Hardturmstadion-Brache verliehen, die vom Verein Stadionbranche initiiert wurde. Bronze gab es für die neu geschaffene Fussgängerverbindung Plessur-Halde in Chur, gestaltet von Esch Sintzel Architekten,Zürich. Die Preise wurden am 4. Dezember im Museum für Gestaltung in Zürich verliehen. Das Museum für Gestaltung präsentiert die prämierten Projekte in einer Ausstellung bis 6. Januar 2013.

Eine zehn Fussballfelder grosse Freifläche (70 000 m2,) mitten in einer der am dichtesten bebauten Städte der Schweiz: die Plaine de Plainpalais, in Genf verlangt nach einer angemessenen Gestaltung. Laut Jury ist dies den Gestaltern besonders gut gelungen, indem sie durch den Belag aus rotem Sand die grosse Fläche zu einem Ganzen zusammenführen, wodurch die wahre Grösse des Stadtplaztes wieder zum Vorschein kommt. Vier Wege mit Hartbelag ermöglichen die schnelle Durchquerung, eine Drainage führt das Wasser ab, und Verteilkammern versorgen die Veranstaltungen mit Wasser, Strom und Kanalisation. An den Rändern gibt es zusätzliche Attraktionen: zwei Spielbereiche für Kinder unterschiedlichen Alters, zwei Kioske. Nach Abschluss der vierten Bauetappe wird die Baumreihe um den Platz ergänzt.

Vielfältige Nutzung der Hardturmstadion-Brache
Die Nutzung der Hardturmstadion-Brache ist auf Initiative einiger Quartierbewohner entstanden, um das soziale und kulturelle Leben im boomenden Quartier zusammenzukitten. Brennpunkt der Stadionbrache ist der verwilderte einstige Trainingsrasen. Das verwaiste Spielfeld ist nun asphaltiert und steht für verschiedene Nutzer zur Verfügung. Realisiert wurde zudem ein Stadiongarten. Ein Boulderwürfel lädt zum Klettern ein, ein Kinderbauspielplatz animiert Hand anzulegen, ein Fussballfeld sorgt für Bewegung. Wie die Jury betont, beschränkt sich das Regelwerk für die Nutzerinnen und Nutzer der Brache auf sieben Punkte.

Das Hase-in-Bronze-Projekt, die Verbindung Plessur-Halde in Chur, überzeugte die Jury wegen seiner «perfekten Einbindung des neuen Treppenaufgangs ins Landschaftsbild. (...) Der neue Weg zwischen den beiden Gebäuden der Bündner Kantonsschule ist eine eng ineinander verschlungene Komposition. Mit seiner Dachkonstruktion aus rostendem Corten-Stahl – der einst auch die Fassaden der Kanti Halde einkleidete – fügt sich der Neubau perfekt ins Landschaftsbild. Die grossen Öffnungen machen diesen Aufgang zur Skulptur».

Übersicht der Besten 2012

Hase in Gold: Plaine de Plainpalais, Genf

Bauherrschaft: Stadt Genf
Landschaftsarchitektur: Atelier Descombes Rampini, Genf; Carlos Lopez, Architekt und Urbanist, Genf

Hase in Silber: Stadionbrache Hardturm, Zürich
Eigentümerin: Stadt Zürich, Liegenschaftenverwaltung
Betreiber: Verein Stadionbrache

Hase in Bronze: Fussgängerverbindung, Chur
Bauherrschaft: Kanton Graubünden, Hochbauamt
Architektur: Esch Sintzel Architekten, Zürich

Anerkennungen:

– Umgestaltung Friedhof, Savièse
Bauherrschaft: Gemeinde Savièse
Architektur: dv architectes & associés, Sitten

– Revitalisierung Hofibach, Affoltern am Albis
Bauherrschaft: Kanton Zürich
Planung: Awel Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft, Zürich; EWP Ingenieure Planer Geometer, Effretikon; Pöyry Infra, Zürich

– Bad und Park Tiefenbrunnen, Zürich
Bauherrschaft: Stadt Zürich
Landschaftsarchitektur: Ganz Landschaftsarchitekten, Zürich

– Ried und Dachlandschaft Nœrd, Zürich
Bauherrschaft: Senn BPM, St. Gallen
Landschaftsarchitektur: Müller Illien Landschaftsarchitekten, Zürich

Ausstellung der prämierten Projekte

Das Museum für Gestaltung Zürich präsentiert die prämierten Projekte: 5. Dezember 2012 bis 6. Januar 2013, Vestibül, Ausstellungsstrasse 60, 8005 Zürich. Geöffnet: Di–So 10–17 Uhr, Mi 10–20 Uhr, 26. Dezember und 2. Januar 10–17 Uhr. Montags sowie 24., 25., 31. Dezember und 1. Januar geschlossen.

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