Die Sukkulenten-Sammlung

Die Sukkulenten-Sammlung Zürich trägt mit ihrem internationalen Samentausch, wie die meisten botanischen Gärten, zur Erhaltung von seltenen Arten in Kultur und zu wissenschaftlichen Untersuchungen bei.

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BOTANICA 2016 – "Die letzten ihrer Art"

An der BOTANICA 2016 werden unter dem Titel "Die letzten ihrer Art" vom 18. bis 26. Juni 2016 in 20 Gärten in allen Sprachregionen der Schweiz die Zusammenhänge und Gefahren des Artenverlustes aufgezeigt und der Beitrag der botanischen Gärten für den Artenschutz erklärt. Das Projekt «Die Letzten ihrer Art» verfolgt als oberstes Ziel, gefährdete Pflanzenarten mit Erhaltungskulturen in botanischen Gärten zu fördern, zu vermehren und darüber zu informieren. Ein Garten- und Pflanzenführer fasst die Aktivitäten von 20 botanischen Gärten zusammen.

Die Schweiz liegt im Herzen Europas und weist eine reiche biologische Vielfalt auf. So werden 235 verschiedene Lebens-raumtypen unterschieden, die unter anderem 88 Farne und rund 2500 einheimische Blütenpflanzen beherbergen. Zu verdanken hat die Schweiz diesen Reichtum vor allem den beachtlichen Höhengradienten, der geologischen Vielfalt und dem über lange Zeit traditionell bewirtschafteten Kulturland.

In den letzten 100 Jahren hat die Biodiversität allerdings massive Verluste erlitten. Intakte, naturnahe, reich strukturierte Flächen sind stark zurückgegangen. Neuste Studien zeigen, dass fast die Hälfte aller Lebensraumtypen in der Schweiz bedroht sind. Die Bestände vieler Pflanzenarten sanken auf ein so tiefes Niveau, dass deren langfristiges Überleben nicht gesichert ist. Die Gefährdung von Arten kann mithilfe einer Kombination genau definierter, international gültiger Kriterien in Form von «Roten Listen» beurteilt werden. Diese dokumentieren nicht nur den momentanen Zustand, sondern auch den Wandel der Artenvielfalt. Knapp ein Drittel der Schweizer Flora ist gefährdet und davon sind 131 Arten vom Aussterben bedroht.

Artenschutz und Ex-situ-Erhaltung in botanischen Gärten

Der Schutz der Lebensräume ist die wichtigste Massnahme, um das Aussterben von seltenen und bedrohten Pflanzenarten zu verhindern. Eine weitere Möglichkeit sind die Kultur, Vermeh-rung und damit die Erhaltung gefährdeter Wildpflanzen ausser-halb ihres natürlichen Lebensraumes. Diese Massnahme nennt man Ex-situ-Erhaltung. Später können so vermehrte Arten von bekannten und definierten Standorten wieder in ihren natürlichen Lebensräumen angesiedelt werden, sofern die Bedingungen stimmen.

Botanische Gärten engagieren sich seit Jahrzehnten für den Artenschutz und die Ex-situ-Erhaltung. Ihre Kompetenz liegt in der Kombination von wissenschaftlicher Kenntnis und der gärtnerischen Fähigkeit der Kultur von Wildpflanzen. Dabei arbeiten sie eng mit den kantonalen Naturschutzfachstellen, dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) oder auch staatlichen Stellen im Ausland zusammen. Das nationale Daten- und Informations-zentrum der Schweizer Flora «Info Flora» berät die botanischen Gärten bei Arterhaltungsprojekten, erarbeitet Empfehlungen zu Ex-situ-Programmen und verlinkt die beteiligten Akteure.

In der Schweiz verfolgen vor allem die grösseren und universi-tären botanischen Gärten eigene Ex-situ-Erhaltungsprojekte. Kleineren Gärten fehlen oft die entsprechenden finanziellen, personellen und baulichen Möglichkeiten. Erhaltungskulturen brauchen selbst bei eher klein bleibenden Pflanzen viel Platz – um die genetische Vielfalt nicht allzu sehr verarmen zu lassen, müssen möglichst viele Pflanzen mit unterschiedlichen Geno-typen kultiviert werden. Erhaltungskulturen von (sub)tropischen Pflanzen lassen sich unter mitteleuropäischen Klimabedingungen nicht rechtfertigen. Die Sukkulenten-Sammlung Zürich trägt deshalb mit ihrem internationalen Samentausch, wie die meisten botanischen Gärten, zur Erhaltung von seltenen Arten in Kultur und zu wissenschaftlichen Untersuchungen bei. Weiter lässt sich die genetische Vielfalt der Pflanzen mittels Lagerung von Saatgut in Saatgutbanken schützen. In der Schweiz betreibt der botanische Garten Genf eine Samenbank, die Pflanzensamen unter optimalen Bedingungen auf lange Zeit sichert.

Politische Rahmenbedingungen

Schutz und Erhalt der biologischen Vielfalt erfordern gemeinsame internationale und nationale Anstrengungen und verbindliche politische Rahmenbedingungen. Mit der «Globalen Strategie zur Erhaltung der Pflanzen» (GSPC), einem international verbind-lichen Dokument im Rahmen der Biodiversitätskonvention(CBD), hat sich die Schweiz, zusammen mit den 193 anderen Vertrags-partnern verpflichtet, für die Erhaltung wildlebender Pflanzen zu sorgen. Eines der Ziele ist es, 75 Prozent der gefährdeten Arten ex situ zu erhalten, wovon 20 Prozent wiederum für Ansiedlungen zur Verfügung stehen. Das BAFU hat mit der «Strategie Bio-diversität Schweiz» einen Aktionsplan mit zehn strategischen Zielen zur Erhaltung und Förderung der Biodiversität erarbeitet. Dabei werden auch Arterhaltungsprogramme in botanischen Gärten unterstützt.

BOTANICA 2016 im Internet

Das gesamte Programm der BOTANICA 2016 ist auf www.botanica-suisse.org ersichtlich.

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