Auf die Schwarze Liste gelangen invasive Neophyten, bei denen aufgrund des aktuellen Kenntnisstands ein hohes Ausbreitungspotenzial in der Schweiz gegeben oder zu erwarten ist Die Liste enthält viele zusätzliche Arten, da die durch gebietsfremden Problemarten verursachten Schäden «spürbar zugenommen» hätten, begründet Info Flora die deutliche Verlängerung. Zudem seien die Listen noch stärker als bisher auch auf Prävention ausgerichtet. Die neue Schwarze Liste führt daher erstmals auch mehrere Arten, die in der Schweiz noch nicht nachgewiesen sind, die aber im umliegenden Ausland bereits sehr grosse Schäden verursachen.
Einige Arten wie Trachycarpus fortunei, Lonicera henryi oder Sedum spurium gelangten von der Watch- List in die Schwarze Liste. Neuaufnahme in der Watch-List fanden zwei gärtnerisch gängige Arten wie die Neubelgische Aster (Aster novi-belgii) und die Schneebeere (Symphoricarpos albus).
Info Flora kritisiert in der Medienmitteilung die Sortimentsgestaltung der Gartencenter und Baumschulen. Viele der auf der Schwarzen Liste invasiver Neophythen aufgeführten Pflanzenarten würden nach wie vor angeboten. Gefordert wird eine Sortimentsbereinigung oder zumindest eine Deklaration der invasiven Pflanzen. Letzteres stützt sich auf die Sorgfalts- und Informationspflicht, die für Pflanzenarten auf der Schwarzen Liste und auf der Watch-Liste gilt. Dieser Forderung ist die Grüne Branche nachgekommen. Pflanzenarten wie der Kirschlorbeer, Sommerflieder oder auch Stauden werden mit einem entsprechenden Etikett ausgezeichnet.
Aktualisierte Liste der invasiven Pflanzenarten
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