Publikumsliebling: Helleborus

Publikumsliebling: Helleborus Gold Collection ‘Ice N' Roses’.

Überraschung: einfacher

Überraschung: einfacher Spargelanbau mit Spargeligx.

Kräuternewcomer: Mentha

Kräuternewcomer: Mentha requienii.

 Preisträgerin Kategorie

Preisträgerin Kategorie Beet- und Balkonpflanzen: Pelargonium zonale ‘Brocade Fire Night‘.

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IPM 2017 in Essen: Neuheiten, die den Pulsschlag beschleunigen

Die IPM in Essen kann fast erschlagend wirken. Immerhin waren in diesem Jahr 1588 Aussteller aus aller Welt präsent. Die Fülle des

Gezeigten war einmal mehr riesig, das Fachpublikum wie gewohnt sehr international und das Rahmenprogramm ebenso attraktiv wie umfangreich. Pflanzenneuheiten wie Helleborus Gold Collection ‘Ice N‘ Roses’ und Innvationen wie Spargeligx lösten Begeisterung aus.

Es liegen einige frostige Tage hinter uns. Passend zu diesen Temperaturen erwärmte an der IPM 2017 ein wunderschöner Winterblüher die Herzen der vielen Fachbesucherinnen und -besucher: Helleborus Gold Collection ‘Ice N' Roses’. Das von der Firma Heuger, Glandorf (D), präsentierte Trio in den Farben Weiss, Rosa und Rot räumte im IPM-Pflanzenneuheitenwettbewerb den erstmals vergebenen Publikumspreis ab. Esüberzeugte aber auch die Jury und wurdeals IPM-Neuheit 2017 in der Kategorie Stauden ausgezeichnet (weitere prämierte Pflanzenneuheiten vgl. Kasten).

Der Winter wird bunt

Am Stand von Heuger konnten sowohl zwei- als auch dreijährige Prachtsexemplare dieser farbenfrohen Kreuzung bewundert werden, die als Helleborus x glandorfii bezeichnet und in begrenzten Mengen auf den Markt gebracht wird. Sie vereint – als Novum – die frühe Blüte der Christrosen mit den bunten Farben der Lenzrosen und dem robusten Charakter der Schneerosen. Die Pflanzen haben einen sicheren Blütenansatz und blühen von Dezember bis April, wobei am Blütenstiel immer wieder neue Knospen nachschieben. «Neben hängenden Blüten haben die ‘Ice N'Roses’ stets auch einige aufrecht stehende Blüten, die einen anschauen», erklärte Josef Heuger. Er wies zudem auf eine Besonderheit der roten Sorte hin: «Ihre verblühten Blüten vergrünen nicht, sie behalten die Farbe und werden bloss etwas dunkler.» Laut Heuger ertragen alle drei Sorten auch einen sonnigen Standort, vorausgesetzt, der Boden ist nährstoffreich und ohne Staunässe.

Das Kraut wird stylisch

Kräuter sind und bleiben auch 2017 ein überaus wichtiges Thema. Da verwundert es nicht, dass der an der IPM verliehene Show-your-Colour-Award für das beste Storytelling-Marketing an Mentha requienii ‘Match & Moss Menthol’ von Van Son & Koot aus dem niederländischen Kaatsheuvel ging. Diese Pflanze sei mit ihrem kugeligen Look etwas ganz Besonderes und ermögliche eine wirklich stimmige Geschichte mit einer tollen Kombination aus Gefühl und Erlebnis, urteilte die Fachjury. Die kleinste Minzenart überhaupt erinnert in ihrem Aussehen an den Bubikopf (Soleirolia soleirolii), was ihr schon mal einen Jöh-Effekt garantiert. Sie bietet sich darüber hinaus als Streichelpflanze an, die mit einem erfrischenden Minzenduft überrascht. Blumen aus Langenberg (D) führt die nicht winterharte Mentha requienii unter der Bezeichnung Bubikopf-Minze ebenfalls neu im Angebot. Die Pflanze bilde nicht nur schöne duftende Polster, sondern sei auch eine Bereicherung für die Küche, weiss das Unternehmen, das seit 2015 biozertifiziert ist. Die winzigen runden Blätter sind essbar und machen sich u. a. hübsch als Dekoration von Speisen.

Der Spargelanbau wird einfacher

Ein Must-have für innovative Gartencenter zeigte an der IPM die Firma ai-solution aus Wolfsburg. Sie stellte Spargeligx vor, eine neue und für den Detailhandel bedeutend einfachere Möglichkeit, den Spargelanbau im Hausgarten zu ermöglichen. Anstelle der früher üblichen, längstens fünf Tage haltbaren Wurzeln sind mit Spargeligx widerstandsfähige Jungpflanzen im Erdpresstopf als 4er-Tray verfügbar. Diese sollen vier bis sechs Wochen ohne Kühlung verkaufsfähig bleiben, und das in einem Verkaufszeitraum von April bis Ende Juli. Sobald die Nächte frostfrei sind, könne die Pflanzung ins vorbereitete Beet mit vier Pflanzen pro Quadratmeter erfolgen, erklärte NDR-Pflanzenarzt Rene Wadas, der als Testimonial hinter dem Produkt steht. Auch der Anbau in einem mindestens 50 cm tiefen Hochbeet sei möglich. Der Gärtner müsse aber Geduld haben: «In der Ruhe liegt die Kraft.»

Weil der Spargelanbau keine schnelle Angelegenheit ist – die erste Ernte erfolgt beim Grünspargel im zweiten, beim Bleichspargel im dritten Standjahr – spielt bei diesem Produkt die Kundenberatung eine wichtige Rolle: zum Beispiel der Hinweis, dass das Spargelkraut jeweils im Herbst abgeschnitten werden soll. Laut Wadas wurden Sorten ausgewählt, die ohne Staunässe in jedem Boden wachsen, schöne Spargelköpfe bilden und eine gute Ernte (1 bis 1,2 kg pro Jahr und Meter) ermöglichen. Informationen zum Anbau vermitteln ein Flyer und die Website spargel-im-garten.de. Vertrieben wird das Produkt, das an der IPM auf ein überwältigendes Echo stiess, über Landgard.

Weitere prämierte IPM-Pflanzenneuheiten 2017

Im Wettbewerb «IPM Pflanzenneuheit 2017» wurden von 35 Ausstellern insgesamt 61 Neuheiten in acht Kategorien eingereicht. Die Jury prämierte – neben der im Artikel vorgestellten Helleborus Gold Collection ‘Ice N‘Roses’ – fünf weitere Neuheiten und vergab einen Sonderpreis.

• Sonderpreis: Rosa polyantha ‘Smeralda Green Show‘, www.twelvenergy.com. Jurybegründung: ein Highlight für die Floristik mit langen, gewundenen, grünen Stielen, an deren Spitze einige wenige Blätter sitzen. Geeignet zur einzelnen Inszenierung sowie zur floralen Verarbeitung.

• Kategorie Beet- und Balkonpflanzen: Pelargonium zonale ‘Brocade Fire Night‘, www.dummenorange.com.

Jurybegründung: Eine anmutige Blattschmuckpflanze mit zauberhaften, kaum rieselnden Blüten. Entspricht mit ihrem Retrostil dem Zeitgeist und ist damit gerade auch für junge Konsumenten ein interessantes Produkt.

• Kategorie Kübelpflanzen: Mandevilla sanderi ‘Mini Scarlet‘, www.mnpflowers.com. Jurybegründung: Eine spezielle Mandevilla mit schmaler Blütenform, deren Zartheitan Gloriosa erinnert. Der zierliche Charakter erweitert den Einsatzbereich; sie ist gut geeignet für kleine Balkone.

• Kategorie Blühende Zimmerpflanze: Hibiscus rosa sinen-

sis ‘Petit Orange‘, www.graff.dk. Jurybegründung: Attraktive Sortimentsergänzung mit zweifarbigen, nur mittelgrossen und schmalen Blüten in leuchtendem Orange. Reich blühend, kompakt, auch als Kübelpflanze geeignet.

• Kategorie Gehölze: Picea abies ‘Little Santa‘, www.artmeyer-baumschule.de. Jurybegründung: ein kleiner Weihnachtsbaum mit stabilen Zweigen, die geschmückt nicht durchhängen – eine gute Marketingidee perfekt umgesetzt.

• Kategorie Schnittblumen: Alstroemeria ‘White Pearls’, www.alstroemeria.com. Neue Form, die bereits an der IFTF 2016 zu sehen war (vgl. dergartenbau 2/2017).

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Sa., 20. Januar 2026, 14 bis 15 Uhr: Zukunft Schwammstadt: Neue Strategien und Konzepte für einen klimaresilienten Siedlungsraum. 
Sa., 20. Januar 2026, 14 bis 15 Uhr: Keynote-Referat und Diskussionsrunde zum Thema «Sozialräumliche Aspekte in der Landschaftsarchitektur». 
Sa., 20. Januar, 15.30 bis 16.30 Uhr: Kühlung durch Grün – Fachvortrag von Sebastian Mühlemann (Experte für urbane Begrünungen) und Stefan Jack (Dozent an der BFH).
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