Eine Gruppe von Deutschen Forschenden konnte dank einer neuen Methode verfolgen, wie sich der «grüne Schwerpunkt» der Erde verschiebt. Sie haben anhand von Satellitenbeobachtungen und Modellrechnungen berechnen können, dass dieser sich mit den Jahreszeiten wie eine grüne Welle von seinem nördlichsten Punkt Mitte Juli im Nordatlantik nahe Island zu seinem südlichsten Punkt im März vor der Küste Liberias und wieder zurück bewegt. Gleichzeitig verschiebe sich der Schwerpunkt klar in Richtung Osten.
Die Studie, die unter der Leitung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und der Universität Leipzig durchgeführt wurde, liefert laut iDiv neue Erkenntnisse zum sogenannten «Global Greening». Das Phänomen beschreibt die globale Zunahme der grünen Vegetation und sei eine bisher wenig bekannte Facette des globalen Wandels. Es werde aufgrund des CO2-Ausstosses überwiegen vom Menschen verursacht. Das Treibhausgas wirke wie Dünger und fördere die Photosynthese, gleichzeitig würden höhere Temperaturen in vielen Regionen die Vegetationsperioden verlängern, so iDiv.
Langfristig liessen sich mit der neuen Methode die verschiedenen Aspekte des globalen Wandels verknüpfen, wie beispielsweise Klima-Biosphäre-Wechselwirkungen, Landnutzungsänderungen, Branddynamiken, Dürren oder die Migration von Tieren.