Am 20. Mai 2026, dem internationalen Tag der Bienen, wollen Schweizer Imker die Unterschriftensammlung für die Bienen-Initiative starten. Diese Volksinitiative sieht vor, dass der Schutz und die Förderung von Bienen sowie anderen einheimischen Bestäuberinsekten in der Bundesverfassung verankert werden. Der Initiativtext wurde im Februar 2026 bei der Bundeskanzlei eingereicht und befindet sich derzeit in der formellen Prüfung.
Hintergrund ist der anhaltende Rückgang der Bestäuber in der Schweiz. Rund die Hälfte der Wildbienenarten gilt als gefährdet oder ist bereits verschwunden. Honigbienen, Wildbienen und andere Bestäuber finden vielerorts nicht mehr ganzjährig ausreichend Blütennahrung und geeignete Nistplätze. Krankheiten und invasive Arten verschärfen die Situation zusätzlich. Als Ursachen nennen die Initianten unter anderem den Verlust von Lebensräumen, intensive Bewirtschaftung, Pestizideinsatz sowie fehlende Blühflächen. Mit der Verankerung in der Bundesverfassung wollen die Initianten den Schutz der Bestäuber stärken und ihre Bestäubungsleistung langfristig sichern. Bund und Kantone sollen stärker in die Pflicht genommen werden, geeignete Massnahmen zu fördern.