Bis zur Jahrtausendwende hatten in der trinationalen Region nur wenige Steinkäuze überlebt. BirdLife Schweiz, die LPO Alsace und der NABU Südbaden werteten seither gemeinsam mit Partnern die Lebensräume der kleinen Eule auf: Sie installierten über 1'000 mardersichere Niströhren, pflanzten rund 5'000 Hochstamm-Obstbäume und schufen zahlreiche neue Hecken und Extensivflächen.
Nach mehr als 40 Jahren Abwesenheit brütete der Steinkauz 2023 erstmals wieder in der Nordwestschweiz. Inzwischen gibt es mehrere Brutpaare. Die Massnahmen fördern zudem viele weitere gefährdete Arten und tragen zur ökologischen Aufwertung der Kulturlandschaft im Dreiland bei.
Der Walder-Preis geht, so eine Mitteilung der CMS-Stifung, erstmals gemeinsam an drei Organisationen. Seit 2000 setzen BirdLife Schweiz, die LPO Alsace und der NABU Südbaden ihr grenzüberschreitendes Steinkauzprogramm in der Nordwestschweiz, im Elsass und in Südbaden um. Zum 25. Jubiläum verdoppelt die WBS das Preisgeld einmalig von CHF 50'000 auf CHF 100'000.
Besonders gewürdigt wird die grenzüberschreitende Zusammenarbeit: Über 150 Ehrenamtliche, lokale Vereine, Fachstellen und Landwirt:innen setzen sich seit mehr als 25 Jahren gemeinsam für den Schutz des Steinkauzes ein. Das Projekt zeigt, wie langfristiges Engagement, Kooperation und praktische Naturschutzarbeit nachhaltige Wirkung erzielen können.
Der Walder-Preis der Hermann und Elisabeth Walder-Bachmann Stiftung zeichnet, so die Mitteilung, seit 2002 Personen und Organisationen aus, die sich in der Nordwestschweiz besonders für den Naturschutz engagieren. Im Mittelpunkt stehen Wald, Offenland sowie wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen.