Als Folge des internationalen Warenverkehrs und Pflanzenhandels gelangen immer mehr nicht einheimische Schädlinge in die Schweiz. Weil natürliche Gegenspieler fehlen, birgt ihre Ausbreitung ein hohes Schadenspotenzial für hiesige Ökosysteme. Der Bund verstärkt deshalb mit dem Bau des neuen Nationalen Pflanzenschutzlabors der WSL seine Forschungstätigkeit auf diesem Gebiet.
Der Asiatische Laubholzbockkäfer, der als Larve über Verpackungsholz von importiertem Granit eingeschleppt wird, gilt als besonders gefährlich. Er nistet sich in gesunden Bäume ein und schädigt die Bäume erheblich durch Kahlfrass. Um zu verhindern, dass sich der Quarantäneschädling ausbreitet, mussten vergangenen Sommer im Quartier Neuhegi in Winterthur 130 Alleebäume geschlagen werden.
Der Käfer ist einer von vielen Schädlingen, die im Hochsicherheits-Gewächshaus des neuen Nationalen Pflanzenschutzlabors der WSL in Birmensdorf unter die Lupe genommen wird. Dabei sollen nicht nur gefährliche Insekten und Schadorganismen für Pflanzen erforscht, sondern auch entsprechende Schutz- und Eindämmungsmassnahmen bestimmt werden. Für das Labor gilt Sicherheitsstufe 1-3. Genutzt wird das neue WSL-Labor in Zusammenarbeit mit dem von BAFU und BLW zur Bekämpfung von Pflanzenschädlingen gemeinsam geführten Eidgenössischen Pflanzenschutzdienst (EPSD).
Hochsicherheits-Gewächshaus im neuen Pflanzenschutzlabor. Visualisierung: Burkhart + Partner.
Spatenstich für Nationales Pflanzenschutzlabor
Weitere Artikel zum Thema
Agenda
Flugplatz Eisenach-Kindel (D)
Freilandmesse in Deutschladn mit innovativen Maschinen, Geräte und Digitallösungen für den Praxiseinsatz im Garten- und Landschaftsbau, für kommunale Anwendungen sowie für die Sport- und Golfplatzpflege, inklusive einer Sonderschau für den Rasen. Weitere Infos und Tickets.
20.06.2027 – 22.06.2027
Newsletter Registration
Submissionen
weitere Submissionen