Der Klimastress setzt den Wäldern zu. Die Folgen der Trockenheit sind bereits sichtbar: Bäume verlieren frühzeitig ihre Blätter, sterben ab und können zur Gefahr werden. Um die Wälder widerstandsfähiger zu machen, fördern Waldeigentümer und Forstdienste seit Jahren klimaangepasste Baumarten, so eine Mitteilung von WaldSchweiz, dem Verband der Waldeigentümer. Die aktuelle Entwicklung verlangt jedoch zusätzliches Handeln. Besonders bei Schutzwäldern kann die Schutzwirkung für Siedlungen und Verkehrswege beeinträchtigt werden. WaldSchweiz fordert deshalb einen konkreten Aktionsplan und eine verlässliche Finanzierung.
Bund und Kantone gemeinsam in der Verantwortung
Die Pflege und Anpassung der Wälder wird von Bund und Kantonen gemeinsam finanziert. Das Parlament hatte dafür zusätzliche Bundesmittel beschlossen, diese wurden inzwischen gekürzt, so die Mitteilung. Nun sollen die zusätzlichen Beiträge ab 2027 ganz aus der Finanzplanung verschwinden. WaldSchweiz kritisiert diesen Entscheid und verweist darauf, dass die Anpassung der Wälder an den Klimawandel langfristige Investitionen erfordert.
Drei Massnahmen für klimafitte Wälder
Die zusätzlichen Gelder unterstützen drei zentrale Bereiche:
- Waldverjüngung: Hitze- und trockenheitsverträgliche Baumarten werden gezielt gefördert.
- Waldpflege: Gefährdete Bestände werden stabilisiert und widerstandsfähiger gegen Trockenheit, Stürme und Schädlinge gemacht.
- Sicherheitsholzschläge: Gefährliche Bäume werden entlang von Strassen, Bahnlinien und in Erholungsgebieten entfernt.
Damit die Wälder auch künftig ihre wichtigen Funktionen erfüllen können, braucht es aus Sicht von WaldSchweiz eine dauerhafte Finanzierung.