Erwin Meier-Honegger Co-Geschäft

Erwin Meier-Honegger Co-Geschäftsführer der Ernst Meier AG, Dürnten; Präsident der International Garden Centre Association (2005–2007)

  • Gastkolumne

Potenzial für integrative Arbeitsplätze nutzen

Aktuell wird jede und jeder mit irgendeiner Beeinträchtigung aus dem Erwerbsalltag in eine staatlich subventionierte Institution abgeschoben. Dies wird damit begründet, dass in der hektischen Arbeitswelt keine Zeit für Menschen übrig bleibe, die nicht 100 % Einsatz leisten können und im (Arbeits-)Alltag Unterstützung benötigen. Ebenso wird eine (über)perfekte Betreuung durch professionelle Betreuungspersonen gefordert. Perfektionismus und Hedonismus verdrängen auch im Umgang mit anspruchsvolleren Menschen den Milizgedanken.

Derweil entwickelt sich eine Betreuungsindustrie auf Kosten der Allgemeinheit. Gespräche mit Verantwortlichen von sozialen Institutionen beschreiben den Konkurrenzdruck unter den Betreuungseinrichtungen um staatliche Unterstützung und sinnvolle Aufgaben für ihre Schützlinge. Meiner Ansicht nach entwickelt sich unser System der sozialen Betreuung ausserhalb und abgeschirmt von der «normalen», privatwirtschaftlichen Arbeitswelt in eine Sackgasse.
Niemand hat eine Idee, was die makroökonomischen Veränderungen um die beiden epochalen Kräfte Globalisierung und Digitalisierung für die Zukunft des Gartenbaus bedeuten. Langsam reift die Erkenntnis, dass Digitalisierung nicht bedeutet, einfach einen Online-Shop ins Netz zu stellen. Für Mitarbeitende und Chefs stellt die Entwicklung in erster Linie eine Zunahme an Unsicherheit dar, gegen die es vorzugehen gilt. Effizienter werden, das Gleiche noch schneller und hektischer tun, jeglichen Zusatzaufwand an den Staat abschieben; das sind die aktuellen Rezepte, wenn die (Existenz-)Angst nagt.
Unsere Branche hat das Potenzial, mindestens einen Teil des Dilemmas unseres Wohlfahrtsstaates entschärfen zu helfen. Wer, wenn nicht der Gartenbau, kann (künftig) produktive und erfüllende resp. sinnvolle Beschäftigung bieten, wenn in absehbarer Zeit ein unabsehbarer Teil an Arbeitsplätzen «wegdigitalisiert» ist?
Aktuell gibt es noch einige wenige Betriebe, die sich den Luxus von integrativen Arbeitsplätzen leisten wollen und können. Als Einzelkämpfer haben diese jedoch keine Chance, neben der vom staatlichen Tropf abhängigen und dadurch subventionsgierigen Sozialindustrie privatwirtschaftlich nachhaltige und sozial verantwortliche Ideen für neue Wertschöpfungs- und Wertschätzungszusammenhänge zu entwickeln. Der Segen der Digitalisierung verpflichtet auch zur Innovation jenseits der IT. Auf dieser Grundlage müssten Verband und Politik neue Ansätze diskutieren. Sie können dann von ihren Erfahrungen erzählen und andere (und sich selbst) motivieren, es besser zu machen. Nur so gelingt das eine oder andere Happy End.

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Mindestens einmal im Jahr steht es an: das Mitarbeitergespräch. Es ist eines der wichtigsten Instrumente in der Personalführung. Es bietet viele…

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Beim Zusammentreffen von Menschen, die neugierig in die Zukunft blicken, werden sich kleine und grosse Ideen vervielfachen, frei interpretiert nach…

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Zwei Wochen ist es her, in unserem Büro, im Werkhof in Bubikon, begeistern «Rebecca and the Sophistocats» mit unverwechselbaren Songs, Marco Caduff…

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In Schottland gibt es viele verschiedene Bezeichnungen für die unzähligen Varianten von Regen. Eine Abfolge dieser Vielfältigkeit veranlasste mich,…

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Am Roten Meer, damals vor 36 Jahren, lernte ich auf meiner ersten grossen Reise eine junge Schweizerin kennen, die gerade im Begriff war, einen…

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Kürzlich hat mich ein Handelspartner vulgo. Lieferant ausgelacht. Ich hatte mich erdreistet zu behaupten, dass im Pflanzenschutzmarkt eine Bereinigung…

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Der öffentliche Raum ist ein begehrter Ort: Autostellflächen, Fahrradwege, Bänke, Schilder, Bushaltestellen, Kantonsstrassen und Quartierparks sollen…

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Alle Welt streitet sich um die Einschätzung der «Giftigkeit» des Wirkstoffs Glyphosat. Doch niemand fragt nach der «Giftigkeit» von anderen…

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Täglich sollten, müssen viele Aufgaben gleichzeitig erledigt werden. Wichtiges kommt zuerst. Das würde wohl jeder, jede so unterschreiben. Im Alltag…

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Der Boden ist eine in menschlichen Zeitmassstäben nicht erneuerbare Ressource, Basis der Nahrungsproduktion, weltweit wichtiger Kohlenstoffspeicher…

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Es ist immer dasselbe: Anlässlich der Jahresgespräche mit Lieferanten wird die Frage nach dem Erfolg oder Misserfolg im zurückliegenden Jahr…

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In gut einem Monat werden landauf und landab wieder gute Vorsätze gefasst – das neue Jahr soll anders, besser werden. Hohe Ansprüche können…

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In der BBC Two Gartensendung «Gardeners World» vom 18. Juli 2018 hat seine königliche Hoheit Prinz Charles vor Gefahren durch neue Krankheiten und…

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Das war ein hässlicher Start ins Frühjahr: Im März zählten wir im Gartencenter um 20 Prozent weniger Kundinnen und Kunden und deren Einkaufskorb (der…

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«Landschaft ist, wo Himmel und Erde sich berühren». Der Buchtitel von Michel Corajoud ist eine der schönsten Definitionen dieses Objekts, das dem…

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Kurz vor Weihnachten kündigte der US-Präsident Donald Trump an, dass er den Mond besiedeln und den Mars erobern will. Diese Nachricht erreicht mich in…

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Grüne Freiräume in der Stadt erfüllen zahlreiche Grundbedürfnisse des Menschen. Neben ihrer positiven Wirkung auf die körperliche und psychische…

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Unabhängig voneinander war ich in den vergangenen Wochen in mehrere Gespräche verwickelt, in denen die Herausforderung der Suche nach einer Nachfolge…

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«Schau, Leberblümchen, wunderbar dieser blaue Teppich! Da gibt es auch weisse und rosafarbene dazwischen! Müsste man direkt ausgraben...» «Aber das…

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Diese Redensart wird oft zitiert, aber die Gleichung ist definitiv falsch. Genau das Gegenteil ist der Fall: entweder haben wir Zeit oder Geld. Der…

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Aktuelle Ausgabe

dergartenbau 23/24/2025

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Agenda

Die Besten 2025
Museum für Gestaltung Zürich, Ausstellungsstrasse 60, Zürich

Die von Hochparterre prämierten Projekte, aus Architektur, Design, Landschaftsarchitektur werden in einer Ausstellung präsentiert. Öffnungszeiten: Di. bis So., 10 bis 17 Uhr, Do. 10 bis 20 Uhr; montags sowie 24./25. Dezember und 1. Januar geschlossen.

03.12.2025  –  04.01.2026
Messe Basel

Die Swissbau ist die führende Plattform der Schweizer Bau- und Immobilienwirtschaft und verbindet physisch wie digital eine grosse Community an Experten und Entscheidungsträgerinnen. Nationale und internationale Unternehmen bieten einen ganzheitlichen Überblick über Innovationen, Trends und Lösungen der Bau- und Architekturszene.
Auszug aus dem Rahmenprogramm: 
Sa., 20. Januar 2026, 11 bis 12 Uhr: Expertentalk: Wie schaffen wir Schwammstadt im Bestand? 
Sa., 20. Januar 2026, 14 bis 15 Uhr: Zukunft Schwammstadt: Neue Strategien und Konzepte für einen klimaresilienten Siedlungsraum. 
Sa., 20. Januar 2026, 14 bis 15 Uhr: Keynote-Referat und Diskussionsrunde zum Thema «Sozialräumliche Aspekte in der Landschaftsarchitektur». 
Sa., 20. Januar, 15.30 bis 16.30 Uhr: Kühlung durch Grün – Fachvortrag von Sebastian Mühlemann (Experte für urbane Begrünungen) und Stefan Jack (Dozent an der BFH).
Weitere Infos und Tickets.

20.01.2026  –  23.01.2026
Messe Essen

Die Weltleitmesse des Gartenbaus ist der Treffpunkt der grünen Branche. Hier präsentieren Aussteller aus aller Welt ihre innovativen Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Pflanzen, Technik, Floristik und Ausstattung. Keine andere Messe bietet so viel Pflanzenvielfalt und so viele Pflanzenneuheiten. Klimawandel und Nachhaltigkeit sind hier die bestimmenden Themen. Weitere Infos und Tickets.

27.01.2026  –  30.01.2026

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