70 Prozent der Befragten geben an, dass zusätzliche naturnahe Grünflächen ihre Wohnumgebung lebenswerter machen würden. Besonders ausgeprägt ist dieser Wunsch bei Stadtbewohnenden (76 Prozent), den 18- bis 39-Jährigen (75 Prozent) und Frauen (73 Prozent).
Auch extensiv gepflegte Flächen stossen auf breite Akzeptanz: 73 Prozent finden ungemähte Wiesen in der Nachbarschaft ansprechend. Gleichzeitig geben 86 Prozent der Gartenbesitzenden an, ihren Garten naturnah zu pflegen. Pro Natura weist jedoch darauf hin, dass diese Selbsteinschätzung vermutlich zu optimistisch ausfällt. Der Zustand der Biodiversität im Siedlungsraum wird von der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) weiterhin als schlecht beurteilt.
Wer naturnah gärtnert, tut dies vor allem aus ökologischen Gründen: 71 Prozent nennen die Förderung der Biodiversität oder Verantwortung gegenüber der Natur als Hauptmotiv. Dass Nachbarn eine naturnahe Gestaltung ablehnen könnten, spielt dagegen kaum eine Rolle. Nur ein Prozent der Befragten nennt dies als Grund gegen einen Naturgarten. Wer seinen Garten nicht naturnah gestaltet, begründet dies vor allem damit, dass ihm diese Form der Gestaltung nicht gefällt oder sie als zu aufwendig empfunden wird.