Klimasimulationen der Aussenräume zeigten, dass versiegelte Flächen eine hohe Wärmebelastung aufweisen. Durch direkte Sonneneinstrahlung kann die gefühlte Temperatur dort mehr als 15 Grad über der gemessenen Lufttemperatur liegen.
Die Forschenden untersuchten verschiedene Massnahmen zur Hitzeminderung. Dazu gehören Begrünungen auf Dach- und Terrassenflächen, die Entsiegelung und bodengebundene Bepflanzung sowie eine strukturierte Beschattung von Aufenthaltsbereichen. Zusätzlich wurden Möglichkeiten zur Verbesserung des Gebäudeklimas betrachtet. Durch die Kombination verschiedener Massnahmen lässt sich gemäss den Simulationen die gefühlte Temperatur lokal um bis zu 20 Grad reduzieren. Gleichzeitig könnten dadurch zusätzliche Aufenthaltsflächen mit angenehmen Bedingungen entstehen.
Eine zentrale Rolle kommt dabei der Entsiegelung und Begrünung zu. Sie können zur Verbesserung des Wasserhaushalts beitragen und die mikroklimatischen Bedingungen langfristig beeinflussen. Beschattungselemente ergänzen diese Massnahmen, insbesondere an stark genutzten Aufenthaltsbereichen.
Bis 2060 reichen passive Massnahmen gemäss der Studie allein allein nicht mehr aus. Vorgeschlagen werden deshalb Hybridsysteme, bei denen passive Strategien den grössten Teil der Kühllast übernehmen und minimale mechanische Unterstützung die verbleibende 1.5 bis 2 Grad Temperaturdifferenz ausgleicht.