Der Binding Preis für Biodiversität 2026 in höhe von 100`000 Fr. geht an den Ueberlandpark in Schwamendingen. Bild: Stefanie Würsch

Die Fachjury würdigt insbesondere die beispielhafte Verknüpfung von Infrastruktur, Gestaltung und Biodiversitätsförderung innerhalb dieses Grossprojekts. Bild: Stefanie Würsch

Auf der fast einen Kilometer langen Autobahneinhausung entstand eine Parklandschaft mit unterschiedlichen Vegetationstypen und Aufenthaltsbereichen. Bild: Stefanie Würsch

Der Binding Anerkennungspreis 2026 in Höhe von 25’000 Fr. geht an SBB Energie für die ökologische Aufwertung des Unterwerks Bussigny VD. Bild: Stefanie Würsch

Das Projekt macht deutlich, wie viel Potenzial in bislang wenig beachteten kargen Flächen für die Förderung von Pflanzen und Tieren steckt. Bild: Stefanie Würsch

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Ueberlandpark in Schwamendingen erhält Binding Preis 2026

Wo früher Verkehr und Lärm das Bild prägten, ist ein artenreicher Park entstanden. Für die Umgestaltung der Autobahnüberdeckung in Zürich-Schwamendingen erhalten Grün Stadt Zürich und Krebs und Herde Landschaftsarchitekten den Binding Preis für Biodiversität 2026.

Der Binding Preis für Biodiversität 2026 geht an den Ueberlandpark in Zürich-Schwamendingen. Ausgezeichnet werden Grün Stadt Zürich sowie Krebs und Herde Landschaftsarchitekten. Das diesjährige Jahresthema des Preises lautet «Biodiversität und Infrastrukturbauten» im Siedlungsraum. Der Anerkennungspreis geht an SBB Energie für die ökologische Aufwertung ihres Unterwerks in Bussigny VD.

Der Ueberlandpark entstand nach mehr als 25 Jahren Planung und Bau auf der Überdeckung der Autobahn in Schwamendingen. Die fast einen Kilometer lange und 30 Meter breite Einhausung verbindet heute ein Quartier, das zuvor durch Verkehr und Lärm getrennt war. Gemeinsam mit Grün Stadt Zürich entwickelten Krebs und Herde Landschaftsarchitekten eine Parklandschaft mit unterschiedlichen Vegetationstypen, Aufenthaltsbereichen und ökologischen Strukturen. Die Anlage zeigt verschiedene Möglichkeiten auf, wie sich Infrastrukturbauten naturnah begrünen und nutzen lassen.

Besondere Anforderungen stellen die stellenweise geringen Bodentiefen, die starke Sonneneinstrahlung und die hohe Exponiertheit des Standorts. Im Vorfeld wurden deshalb geeignete Substratmischungen und widerstandsfähige Pflanzenarten wissenschaftlich untersucht. Mithilfe eines Fauna-Monitorings wurde zudem die Entwicklung der Artenvielfalt dokumentiert. Das Preisgeld von 100'000 Franken fliesst vollständig in die partizipative Weiterentwicklung des Parks.

Der Anerkennungspreis geht an SBB Energie für Biodiversitätsmassnahmen auf dem Gelände eines Unterwerks in Bussigny. In dem nicht öffentlich zugänglichen Anlagenbereich wurden durch naturnahe Pflege, Wildrosenpflanzungen, anlegen von Kleinstrukturen wie Ast- und Steinhaufen sowie einen Fledermausnistkasten zusätzliche Lebensräume geschaffen. Das Projekt geht auf die Initiative eines Mitarbeiters zurück und ist Teil der Strategie von SBB Energie, bis 2040 sämtliche 86 Unterwerke biodiversitätsfreundlich zu gestalten.

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